Fortkommen, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Fortkommens · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungFort-kom-men
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
das (berufliche) Vorwärtskommen, Weiterkommen
Beispiele:
ein leichtes, rasches, ungehindertes, schweres Fortkommen haben
jmds. Fortkommen erleichtern, erschweren
seine Unterstützung ist für mein Fortkommen nützlich
Für dein weiteres Fortkommen ist das ein schwerer Schlag! [O. M. GrafMitmenschen154]
2.
umgangssprachlich das Auskommen, der Lebensunterhalt
Beispiele:
ein gutes, reichliches, geordnetes Fortkommen
das Gehalt reicht gerade für sein Fortkommen
Immerhin haben deine liebe Mutter und ich dir die Möglichkeit gegeben, hier dein Fortkommen zu finden [BrechtRundköpfe8]

Thesaurus

Synonymgruppe
(berufliches) Fortkommen · ↗Zukunftsaussicht(en) · berufliche Entwicklungsmöglichkeit  ●  ↗Perspektive  fig., Hauptform · ↗Zukunft  fig.
Assoziationen
  • (es ist) kein Fortschritt erkennbar · es gibt kein Vorwärtskommen · es gibt kein Weiterkommen · ↗festhängen · ↗feststecken · nicht vom Fleck kommen · nicht von der Stelle kommen · nicht vorankommen · nicht vorwärtskommen · nicht weiterkommen  ●  (sich) im Kreis drehen  fig. · an einem toten Punkt sein  fig. · auf der Stelle treten  fig. · in der Sackgasse stecken  fig. · in einer Sackgasse gelandet sein (mit)  fig.
  • auf verlorenem Posten (stehen) · ↗aussichtslos · ↗ausweglos · ↗chancenlos · ↗hoffnungslos · verbaut · ↗verfahren  ●  festgefahren  fig. · in einer Sackgasse  fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Erwerb Nachteil Wohl bangen beeinträchtigen befördern behindern beruflich bremsen eigen erleichtern erschweren flott garantieren gefährden geschäftlich gewährleisten hindern kümmern materiell mühsam persönlich rasch schaden schulisch sichern sportlich ungehindert wirtschaftlich zügig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fortkommen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein Fortkommen ist nur noch per Boot möglich, überhastet verlassen die Bewohner ihre Häuser.
Der Tagesspiegel, 05.12.2003
Der Österreicher braucht den Deutschen nicht nur für sein Fortkommen, er braucht ihn geradezu für sein Fortleben.
Der Spiegel, 10.11.1986
Der Staat stehe seinen Bürgern sowieso mehr im Weg, als ihnen ihr Fortkommen zu erleichtern.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 158
Ohne seine spezielle Erlaubnis war an ein Fortkommen überhaupt nicht zu denken.
Kubin, Alfred: Die andere Seite, München: Spangenberg 1990 [1909], S. 104
Wer jemandem auf den Schlips tritt, behindert ihn am Fortkommen oder bringt ihn gar zu Fall.
Krämer, Walter / Sauer, Wolfgang, Lexikon der populären Sprachirrtümer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 73
Zitationshilfe
„Fortkommen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Fortkommen>, abgerufen am 14.10.2019.

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