Fortepiano, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungFor-te-pi-ano · For-te-pia-no
eWDG, 1967

Bedeutung

veraltet Pianoforte, Hammerklavier
Beispiel:
auf einem Fortepiano spielen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

piano · pianissimo · Piano1 · Pianissimo · Piano2 · Pianoforte · Fortepiano · Pianist
piano Adv. (in der Musik) ‘leise’, Übernahme (Anfang 17. Jh.) als musikalischer Terminus von gleichbed. ital. piano, eigentlich ‘glatt, eben’, aus lat. plānus ‘eben, flach, platt’ (s. ↗plan); dazu der Superlativ pianissimo Adv. ‘sehr leise’ (17. Jh.), ital. pianissimo, und die Substantivierungen Piano1 n. und Pianissimo n. ‘leises’ bzw. ‘sehr leises Spielen, Singen, (sehr) leise zu spielende Stelle in einem Musikstück, (sehr) geringe Tonstärke’ (beide 18. Jh.). Piano2 n. ‘Hammerklavier’ (Mitte 19. Jh.), nach frz. piano, der verkürzten Form von frz. pianoforte, älter piano et forte, eigentlich ‘leise und laut’, aus ital. clavicembalo col piano e forte ‘Hammerklavier mit leisem und lautem Ton’ (später ital. pianoforte, auch fortepiano), weil die Tasten des Hammerklaviers im Unterschied zu seinen Vorläufern leise (piano) und laut (forte) angeschlagen werden können; danach auch im Dt. Pianoforte n. und Fortepiano n. (beide 18. Jh.). Pianist m. ‘Klavierspieler, -künstler, -virtuos’ (19. Jh.), frz. pianiste, ital. pianista.

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Fortepiano · ↗Pianino · ↗Pianoforte  ●  ↗Klavier  ugs., Hauptform · ↗Klimperkasten  ugs. · ↗Piano  geh., Jargon
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Musik tauge, als auch vor dem neueren Fortepiano, das mehr Kraft erfordere und zum guten Vortrag nicht so geeignet sei.
Schröder-Auerbach, Cornelia: Wolf. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1968], S. 19824
Der spielt das gute, alte, sympathisch klapprige Fortepiano, von dessen Tasten er fast keine Sekunde seine Finger lassen kann.
Süddeutsche Zeitung, 18.08.1999
Wie der Name sagt, konnte man auf dem Fortepiano, anders als auf dem Cembalo, einzelne Töne dynamisch variieren - der Prototyp des modernen Flügels.
Die Welt, 26.02.2000
In den Liedern von Donizetti und Massenet kultiviert sie deshalb ein fortwährendes Fortepiano.
Die Welt, 28.12.2004
Die Tochter des Herzogs Karl I. von Braunschweig und Nichte Friedrichs des Großen erhielt schon als Mädchen Musikunterricht und spielte Cembalo, Fortepiano, Gitarre und Harfe.
Die Zeit, 19.09.2011, Nr. 38
Zitationshilfe
„Fortepiano“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Fortepiano>, abgerufen am 22.10.2019.

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