Flosse, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Flosse · Nominativ Plural: Flossen
Aussprache
WorttrennungFlos-se
Wortbildung mit ›Flosse‹ als Erstglied: ↗Flossenfüßer · ↗Flossenfüßler  ·  mit ›Flosse‹ als Letztglied: ↗Afterflosse · ↗Bauchflosse · ↗Brustflosse · ↗Fischflosse · ↗Heckflosse · ↗Höhenflosse · ↗Rückenflosse · ↗Schwanzflosse · ↗Schwimmflosse · ↗Seitenflosse · ↗Taucherflosse
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
fächerartiges, häutiges Bewegungsorgan oder Steuerorgan der Fische und der im Wasser lebenden Säugetiere, das bei den Fischen meist durch knorpelige oder knöcherne Strahlen gestützt wird
Beispiele:
die Flossen des Karpfens, Haifisches, Wals, Seehundes
Man unterscheidet unpaare, längs des Körpers verlaufende, und paarige, seitlich abstehende Flossen [BrehmTierleben2,11]
Schwimmen die Fußfläche vergrößerndes, dem Fuß eines Schwimmvogels nachgebildetes Gummiteil, das die Fortbewegung des Menschen im Wasser erleichtert
Beispiel:
sich die Flossen zum Tauchen über den Fuß streifen
2.
salopp, derb, übertragen
a)
Hand
Beispiele:
er gab, reichte mir zum Abschied seine (mächtige) Flosse
Am liebsten hätte er die breite harthäutige Flosse seines erfahrenen Freundes mit beiden Händen geschüttelt [A. ZweigJunge Frau94]
b)
Fuß
Beispiel:
jmdm. auf die Flossen treten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Flosse f. ‘Bewegungs-, Steuerungs- und Stabilisierungsorgan der Fische’, ahd. floʒʒa (9. Jh.), mhd. vloʒʒe steht im Ablautverhältnis zu ↗fließen (s. d.) in seiner alten Bedeutung ‘schwimmen’. Die hd. Bildung (gegenüber ursprünglich nd. ↗Finne, s. d.) wird teils verdeutlicht in Zusammensetzungen wie mhd. vischvloʒʒe oder frühnhd. vloʒfedere (15. Jh.), teils umschrieben mit Fischfeder oder Fittich (15. Jh.). Obwohl früh und durchgängig bezeugt, setzt sich Flosse nur langsam durch; noch Adelung (1796) verweist unter Flosse auf Floßfeder.

Thesaurus

Synonymgruppe
Greifhand · ↗Hand  ●  Flosse  ugs. · ↗Kralle  ugs. · ↗Pfote  derb · ↗Pranke  derb
Oberbegriffe
Assoziationen
  • CTS · Carpaltunnelsyndrom · KTS · Karpaltunnelsyndrom · Medianuskompressionssyndrom  ●  Brachialgia paraesthetica nocturna  fachspr.
  • Schweißhand  ●  Hyperhidrosis palmaris  fachspr.
Sport
Synonymgruppe
Flosse · ↗Schwimmflosse · ↗Taucherflosse
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Badflosse · Fußteilflosse · Schwimmbadflosse · ↗Schwimmflosse · geschlossene Flosse
  • Fersenbandflosse · Geräteflosse · offene Flosse
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brille Federbett Fell Fisch Flosse Flügel Gräte Hai Kieme Maske Maul Neoprenanzug Pinguin Pressluftflasche Rumpf Schnorchel Schuppe Schwanz Suppe Taucherbrille Wal Zahn abschneiden dreieckig fleischig markant paarig platschen unpaarig wedeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Flosse‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Grün mit streifenförmigen goldenen Flecken, dunkel ums Maul, die Flossen fleischfarben.
Der Tagesspiegel, 06.01.2001
Keines der 75 untersuchten Tiere wies Narben an beiden Flossen auf.
Die Zeit, 21.08.1995, Nr. 34
Sie sahen erst nur die Flossen, aber dann auch die silbrigen Leiber der Tiere.
Held, Kurt: Die rote Zora und ihre Bande, Aarau: Sauerländer 1989 [1941], S. 107
Sie sind eher Füße als Flossen, werden auch vollständig als solche gebraucht.
Reinhardt, Ludwig: Vom Nebelfleck zum Menschen, München: Reinhardt 1909, S. 252
Auf den ersten Blick scheinen sie nur in ihren schwerfälligen Bewegungen innegehalten zu haben, Kopf und Flossen in der Luft, die Backenzähne bleckend.
Schrott, Raoul: Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde; Hanser Verlag 2003, S. 328
Zitationshilfe
„Flosse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Flosse>, abgerufen am 23.05.2019.

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