Flitterwochen

GrammatikSubstantiv · wird nur im Plural verwendet
Aussprache
WorttrennungFlit-ter-wo-chen
WortzerlegungFlitterWoche
eWDG, 1967

Bedeutung

scherzhaft die ersten Wochen der Ehe
Beispiele:
sie verbringen ihre Flitterwochen an der See
er ist immer noch in den Flitterwochen
der Frohmut der Flitterwochen war geblieben [FontaneIrrungenI 3,229]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

flittern · Flitter · Flitterwochen · Flittchen
flittern Vb. ‘unruhig glitzern, umherflattern’, mhd. (md.) flettern ‘leise lachen, kichern’, frühnhd. vlittern ‘flattern, flüstern, kichern’, dann auch ‘kosen, schmeicheln’ (16. Jh.); vgl. ahd. flitarazzen ‘(mit Worten) schmeicheln, liebkosen’ (11. Jh.), mhd. gevlitter ‘Gekicher’, engl. to flitter ‘flattern’, engl. flittermouse ‘Fledermaus’. Alle diese Bildungen stehen wohl ablautend zu dem unter ↗flattern (s. d.) behandelten Verb und enthalten die Vorstellung einer unsteten Bewegung, während die sich erst im Nhd. (18. Jh.) entwickelnde Bedeutung ‘unruhig glitzern’ auf das aus dem Verb rückgebildete Flitter m. ‘kleine glitzernde Blechmünze’ (16. Jh.), später ‘Schimmer, Glanz, eitler Putz’ (18. Jh.) zurückgeht. Flitterwochen Plur. ‘die ersten Wochen nach der Hochzeit’ (16. Jh.), zu flittern ‘kosen’. Hierher wohl auch Flittchen n. ‘herumflatterndes, haltloses, leichtes Mädchen’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Flitterwochen · ↗Hochzeitsreise  ●  ↗Honigmond  veraltet
Assoziationen
Synonymgruppe
anfängliche Begeisterung  ●  (in den) Flitterwochen  fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Braut Ehefrau Flug Foto Hochzeit Karibik Malediva Paar Rückkehr Treppenhaus abbrechen anschließend aufbrechen ausfallen ausgedehnt dauern enden entschwinden fliegen genießen kurz nachholen reisen romantisch starten unterbrechen verbringen verleben verschieben vorgezogen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Flitterwochen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch in den Flitterwochen schlägt ihr großes Herz für notleidende Kinder!
Bild, 17.12.2005
Sie sind, wie wir dem beistehenden Text entnehmen, gerade in den Flitterwochen.
Der Tagesspiegel, 25.05.1998
In den Flitterwochen war, wie man sich mit Vergnügen erinnern wird, die Scene nur klein, kaum nennenswert, eine Skizze.
Stettenheim, Julius: Der moderne Knigge. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1902], S. 10078
Die Flitterwochen haben wenig mit besonders glitzernder Kleidung zu tun, die mit billigem Putz (Flitter) behängt sind.
Krämer, Walter / Sauer, Wolfgang, Lexikon der populären Sprachirrtümer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 184
Ein jedes Mädchen kennt die Flitterwochen, und manche Braut träumt von der Zeit des Honigmonds.
Christ, Lena: Erinnerungen einer Überflüssigen. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1912], S. 9207
Zitationshilfe
„Flitterwochen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Flitterwochen>, abgerufen am 21.05.2019.

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