Flirt, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Flirts · Nominativ Plural: Flirts
Aussprache
HerkunftEnglisch
eWDG, 1967

Bedeutung

das Flirten, die Liebelei
Beispiele:
er hat sich mit ihr in einen Flirt eingelassen
er fängt mit jedem Mädchen einen Flirt an
ich habe mit ihr, ihm einen (kleinen) Flirt
es war nur ein (kurzer) Flirt
zwischen den beiden war nur ein unverbindlicher Flirt
Sie hatte es auf einen Flirt mit Lhombre angelegt [KolbSchaukel174]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

flirten · Flirt
flirten Vb. ‘eine unverbindliche, spielerische, erotische Zuneigung in Wort und Gebärde zu verstehen geben, ein harmloses Liebesverhältnis anzubahnen versuchen, kokettieren’. Im 19. Jh. wird engl. to flirt ‘liebeln, schäkern, kokettieren’ (18. Jh.) unter Beibehaltung der engl. Aussprache zu flirten eingedeutscht, ältere Verben wie ↗tändeln, ↗liebäugeln, ↗schäkern (s. d.) verdrängend. Engl. to flirt, eigentlich ‘schnell und ruckartig bewegen, flattern, werfen, schnellen, schnipsen’, dürfte als lautmalende, einen schwirrenden Ton nachahmende Bildung anzusehen sein. Dazu das Substantiv Flirt m. (ebenfalls 19. Jh.) für das kokette Liebesspiel im Zustand des Verliebtseins im Sinne von flirten (s. oben), ‘Liebelei’. Dagegen engl. flirt ‘schnelle Bewegung, Ruck, Kokette, wer jmdm. den Hof macht’, flirtation ‘Koketterie, Liebelei’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Annäherungsversuch · ↗Geschäker · ↗Getändel · ↗Schäkerei  ●  Flirt  Hauptform · ↗Anmache  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Amateur Desaster Erotik Flirt Klatsch Kuß Liebelei Muse Schwatz Tanz Verführung Zeitgeist abneigen einlassen flüchtig harmlos heftig heiß intensiv kokett oberflächlich riskant rot-rot schwarz-grün schüchtern unschuldig unverbindlich verhängnisvoll virtuell zart

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Flirt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Beim achten Mal gelang mir fast so etwas wie ein kleiner Flirt.
Süddeutsche Zeitung, 24.08.2001
Aber die Lust am Flirt mit der Macht wächst wieder bei den Liberalen.
Der Tagesspiegel, 04.08.1999
Diesen Begriff werden vielleicht viele heute als beleidigend für die Intensität des Flirts auffassen.
Reznicek, Paula von: Auferstehung der Dame. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 16932
Beim Flirt wird von vornherein Nein gesagt, aber das Ja erhofft.
Lehmann, Arthur-Heinz: Mensch, sei positiv dagegen!, Dresden: Heyne 1939 [1939], S. 2
Was das für ein Mädchen in der Schule, beim Sport, beim Flirt, in der Ehe bedeutet, ist leicht nachfühlbar.
Schücking, Beate: Wir machen unsere Kinder krank, München: List 1971, S. 184
Zitationshilfe
„Flirt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Flirt>, abgerufen am 18.08.2019.

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