Fischer, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Fischers · Nominativ Plural: Fischer
Aussprache
WorttrennungFi-scher
Wortzerlegungfischen-er
Wortbildung mit ›Fischer‹ als Erstglied: ↗Fischerbarke · ↗Fischerboot · ↗Fischerdorf · ↗Fischerflotte · ↗Fischergarn · ↗Fischerhafen · ↗Fischerhaus · ↗Fischerhemd · ↗Fischerhütte · ↗Fischerinnung · ↗Fischerkahn · ↗Fischerkate · ↗Fischernachen · ↗Fischernest · ↗Fischernetz · ↗Fischerprüfung · ↗Fischerring · ↗Fischersfrau · ↗Fischersleute · ↗Fischersmann · ↗Fischerstechen
 ·  mit ›Fischer‹ als Letztglied: ↗Aalfischer · ↗Austernfischer · ↗Garnelenfischer · ↗Garnfischer · ↗Graufischer · ↗Heringsfischer · ↗Hochseefischer · ↗Korallenfischer · ↗Krabbenfischer · ↗Menschenfischer · ↗Netzfischer · ↗Perlenfischer · ↗Schwammfischer · ↗Sportfischer
eWDG, 1967

Bedeutung

Fachmann, der auf den Fangschiffen der Hochseefischerei und Küstenfischerei oder in der Binnenfischerei Fischfang betreibt
Beispiel:
die Fischer warten seit Tagen auf einen guten Fang
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fisch · fischen · Fischer · Fischerei · fischig · Fischbein
Fisch m. im Wasser lebendes Wirbeltier mit Schwimmflossen und Kiemenatmung, ahd. fisc (8. Jh.), mhd. visch, asächs. fisk, mnd. visch, mnl. visc, nl. vis, aengl. fisc, engl. fish, anord. fiskr, schwed. fisk, got. fisks haben außergerm. nur in gleichbed. lat. piscis und mir. iasc vergleichbare Parallelen. Auf den genannten Formen beruht ein Ansatz ie. *peisk-, *pisk- ‘Fisch’. Seebold in: Festschr. Knobloch (1985) 443 ff. verbindet diese nur westie. Formen mit aind. pitúḥ ‘Nahrung, Speise’, aslaw. pišta, woraus russ. píšča (пища) ‘Nahrung’, ferner mit lit. piẽtūs ‘Mittagsmahl’, air. ith ‘Getreide’ und geht von ie. *peitos ‘Nahrung’ (zur Wurzel ie. *peit- ‘nähren’) aus, das nach Trennung der indoeuropäischen Stämme über ie. *peitsk-, *pitsk- teilweise auf ‘Fisch’ (als ‘Zukost’ zum Brot u. dgl.) übertragen worden sei. fischen Vb. ‘Fische fangen, angeln’, ahd. fiscōn (9. Jh.), mhd. mnd. vischen, asächs. fiskon, aengl. fiscian, engl. to fish, anord. schwed. fiska, got. fiskōn; vgl. auch lat. piscārī. Fischer m. ‘wer Fische fängt’, ahd. fiscāri (9. Jh.), mhd. vischære. Fischerei f. ‘Fischfang, Zucht von Nutzfischen’, mhd. vischerīe. fischig Adj. ‘fischähnlich, nach Fisch riechend’, mhd. vischec. Fischbein n. Horn(stäbchen) aus den Barten der Bartenwale (16. Jh.), wohl verkürzt aus allerdings jünger belegtem (18. Jh.) Walfischbein; s. ↗Bein ‘Knochen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Angler · Fischer  ●  ↗Petrijünger  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Angler Aufstand Bauer Boot Bücherei Deutsche-Bank-Vorstand Fang Fanggrund Jäger Netz Taschenbuch Verlag Weltalmanach anlanden arm aufgebracht auswerfen bretonisch dänisch einheimisch ertrinken fangen fischen flicken galicisch hinausfahren isländisch japanisch norwegisch spanisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fischer‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf der See vor der ziemlich anständigen Stadt liegt zur gleichen Zeit ein ermordeter tunesischer Fischer in einem Boot.
Die Welt, 01.12.2001
Doch er ist sich sicher, ihn zu bekommen; philippinische Fischer haben erst kürzlich nach diesen Affen gefragt, sagt er.
Der Tagesspiegel, 02.11.1998
So pauschal kann man das natürlich nicht den Fischern anlasten.
Süddeutsche Zeitung, 01.08.1996
Man wird es mir nicht glauben, schon gar nicht unter Fischern.
Späth, Gerold: Commedia, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1980 [1980], S. 19
Ein Fischer trieft als nasser Mann - sie baden aller Orten.
Tucholsky, Kurt: Badetag. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1919]
Zitationshilfe
„Fischer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Fischer>, abgerufen am 18.10.2019.

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