Fideikommiss, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Fideikommisses · Nominativ Plural: Fideikommisse
WorttrennungFi-dei-kom-miss
HerkunftLatein
Ungültige SchreibungFideikommiß
Rechtschreibregeln§ 2
eWDG, 1967

Bedeutung

veraltet, Jura in der Regel aus größerem Grundbesitz bestehendes Familienvermögen, das unveräußerlich und nur in der betreffenden Familie vererblich ist
Beispiel:
Die Fideikommisse werden ja jetzt aufgelöst, und die Familien sehen sich genötigt, sie loszuschlagen [Lernet-HoleniaGraf73]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach dem so genannten Fideikommiss musste das gesamte Vermögen von Adelshäusern jeweils vollständig an den ältesten Sohn weitergegeben werden.
Süddeutsche Zeitung, 13.11.2004
Pachtverträge müssen gelöst, Verschreibungen annulliert, Erbpachten in Zeitpachten verwandelt, Entschuldungen durchgeführt, die geretteten Güter mit ewigen Fideikommiß belegt, für unteilbar und unveräußerlich erklärt werden.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 189
Der württembergische Landtag billigt das Gesetz über die Errichtung eines Staatsgerichtshofes und Maßnahmen gegen Fideikommisse.
o. A.: 1920. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 745
Nach längeren Prozessen mit einem dieser Verwalter gelang schliesslich vor etwa 12 Jahren die Aufhebung des Fideikommisses.
Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 15.02.1902
Dadurch soll es ermöglicht werden, neue Fideikommisse von 200 bis 1.000 Joch zu gründen.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1935]
Zitationshilfe
„Fideikommiss“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Fideikommiss>, abgerufen am 18.09.2019.

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