Fellache, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Fellachen · Nominativ Plural: Fellachen
Aussprache
WorttrennungFel-la-che (computergeneriert)
HerkunftArabisch
eWDG, 1967

Bedeutung

Angehöriger der sesshaften, armen bäuerlichen Bevölkerung in den arabischen Ländern, besonders im Niltal
Beispiel:
[Ägypten] das seit der Römerzeit nicht mehr von Ägyptern, einem National-, einem Kulturvolk bewohnt ist, sondern von Fellachen [Th. Mann11,170]

Typische Verbindungen
computergeneriert

arabisch arm ägyptisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fellache‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Noch in den sechziger Jahren behaupteten Kenner des Landes am Nil, der ägyptische Fellache wandere nie aus.
Die Zeit, 23.11.1990, Nr. 48
Die Armee besteht aus Fellachen und Arbeitern, die es verstanden haben, ihre Verbindungen mit dem Volk zu wahren.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1965]
Ein starker Blitz bedeutet den Fellachen und Beduinen starken Regen.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. III, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 9
Durch ständig steigende Treibstoffpreise gewinnen sie überall, bei Nomaden und Fellachen, indischen Bauern oder peruanischen Hochlandindianern wieder an Wert.
Der Spiegel, 13.07.1981
Die öffentliche Wahrnehmung ist meist auf Klischeebilder reduziert: reiche Scheichs, korrupte Politiker, arme Fellachen, verhüllte Frauen, junge Machos und reichlich schießwütige Fanatiker.
Der Tagesspiegel, 24.04.2002
Zitationshilfe
„Fellache“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Fellache>, abgerufen am 19.08.2019.

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