Fanal, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Fanals · Nominativ Plural: Fanale
Aussprache
WorttrennungFa-nal
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben weithin sichtbares, weithin wirkendes Zeichen (als Vorankündigung von Ereignissen)
Beispiele:
ein leuchtendes Fanal
flammende Fanale
das Fanal einer neuen Zeit
dieses Ereignis wurde zum Fanal für alle freiheitsliebenden Völker
das ist das Fanal für Freiheit und Humanität
unsere brennenden Städte sind Fanale am Wege zur Vollendung einer besseren Ordnung [KlempererLTI256]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fanal n. ‘Feuerzeichen, Warnungszeichen, weithin sichtbares Signal’. Gegen Ende des 18. Jhs. wird frz. fanal ‘Schiffslaterne, Leuchtfeuer’ ins Dt. übernommen, das über gleichbed. ital. fanale wohl auf spätgriech. phānárion (φανάριον), Deminutivum zu griech. phānós (φανός) ‘Leuchte, Licht, Fackel’, zurückgeht.

Thesaurus

Synonymgruppe
Fanal · ↗Signal · ↗Zeichen
Unterbegriffe
  • diskretes Signal · zeitdiskretes Signal
Assoziationen
  • (ein) Akt (des/der ...) · (ein) Werk (des/der ...) · (ein) Zeichen (des/der/für ...)
Synonymgruppe
Fanal · Signal zum (...) · ↗Startsignal  ●  ↗Weckruf  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufbruch Aufstand Befreiung Brand Bürgerkrieg Epoche Freiheit Hoffnung Mauer Moderne Niedergang Revolution Scheitern Symbol Untergang Wende Widerstand architektonisch blutig deuten flammend gedenken leuchten leuchtend politisch setzen sichtbar trotzig werten wirken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fanal‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für 1860 war das 3:2 so etwas wie ein Fanal.
Süddeutsche Zeitung, 28.10.2000
Noch kannte niemand das Opfer, aber jeder verstand das Fanal.
Die Zeit, 14.01.1999, Nr. 3
Das Ergebnis wird zu einem dramatischen und exemplarischen Fanal der Zeit.
o. A.: 1932. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 8982
Daß doch mein Name ein Fanal sei in der menschlichen Dunkelheit!
Klabund: Bracke. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 2325
In den Schiffen wird geschuftet, der Spaziergänger schwärmt dem Fanal der Weite nach.
Kronauer, Brigitte: Die Frau in den Kissen, Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 412
Zitationshilfe
„Fanal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Fanal>, abgerufen am 21.05.2019.

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