Falter, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Falters · Nominativ Plural: Falter
Aussprache
WorttrennungFal-ter
Wortbildung mit ›Falter‹ als Letztglied: ↗Abendfalter · ↗Nonnenfalter · ↗Perlmutterfalter · ↗Segelfalter · ↗Zweifalter · ↗Zwiefalter
eWDG, 1967

Bedeutung

Schmetterling
Beispiele:
ein bunter, gelber, weißer Falter
der Falter entfaltet, senkt die Flügel, lässt sich auf einem Grashalm nieder
ein Falter gaukelt von Blume zu Blume
Falter spielen, tanzen im Sonnenschein
wo blaue Falter zwischen den einsamen Waldblumen flatterten [StormImmensee1,10]
ein paar scheckige Falter wirbeln vorbei [WaggerlTagebuch120]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Falter · Zweifalter · Nachtfalter · Tagfalter
Falter m. ‘Schmetterling’. Ahd. fīfalt(a)ra f. (9. Jh.), fīfaltar m. (Hs. 12. Jh.), mhd. vīvalter m., asächs. fīfoldara, mnl. vīveltere (weitergebildet zu nl. vijfwouter), aengl. fīfalde, anord. fīfrildi sind wie lat. pāpilio ‘Schmetterling’ reduplizierende Bildungen zur Wurzel ie. *pel(ə)- ‘gießen, fließen, füllen, schwimmen, fliegen, flattern’ (wozu auch ↗flattern, ↗Fledermaus, ↗voll, s. d.) und bedeuten ‘Flatterndes’; weitere außergerm. Verwandte sind lit. petelìškė ‘Falter’ und die baltoslaw. Bezeichnungen für ‘Wachtel’ lit. píepala(s), russ. pérepel (перепел). Die reduplizierende Wortform hat zu vielen mundartlichen und volksetymologischen Nebenformen und Umdeutungen geführt, zumal (in Anlehnung an ↗zwei, s. d.) Zwie-, Zweifalter m. ahd. zvīfaltra (Hs. 12. Jh.), frühnhd. zwivalder (15. Jh.), ferner auch Feifalter, Pfeiffalter; die vereinfachte Form Falter setzt sich erst gegen Ende des 18. Jhs. durch. Nachtfalter m. Tagfalter m. (beide 18. Jh.).

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Falter · ↗Schmetterling
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blume Fliege Flügel Flügelschlag Insekt Käfer Larve Mücke Puppe Raupe Schmetterling Vogel anlocken ausgewachsen braun bunt ernähren exotisch farbenprächtig flattern flatternd gelb männlich schillernd schlüpfen schwirren tropisch ungenießbar weiblich weiß

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Falter‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In guten Nächten sitzen nach kurzer Zeit Hunderte Falter auf dem Netz.
Die Zeit, 23.02.2009, Nr. 08
Die Falter haben weniger Schutz vor den Stürmen im Winter.
Süddeutsche Zeitung, 02.12.2003
Und genau dort trinken die schönsten, buntesten und seltensten Falter der Erde.
Rangnow, Rudolf: Tropenpracht und Urwaldnacht, Braunschweig: Gustav Wenzel & Sohn 1938 [1938], S. 91
Und daß diese Falter bei uns noch immer ihr Auskommen haben würden.
Wolf, Christa: Störfall: Berlin u. Weimar: Aufbau-Verlag 1987, S. 26
Wenn der Frühling naht, ziehen die gleichen Falter wieder nach Norden.
Natzmer, Gert von: Tierstaaten und Tiergesellschaften, Berlin: Safari-Verl. 1967, S. 201
Zitationshilfe
„Falter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Falter>, abgerufen am 25.06.2019.

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