Füllen, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Füllens · Nominativ Plural: Füllen
Aussprache
WorttrennungFül-len (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Füllen‹ als Letztglied: ↗Eselfüllen · ↗Kamelfüllen
eWDG, 1967

Bedeutung

Jungtier vom Pferd, Esel oder Kamel, Fohlen
Beispiele:
die Stute mit ihrem Füllen
die Aufzucht der Füllen
ein einjähriges Füllen
die Kinder tollten umher wie junge Füllen
bildlich
Beispiel:
es schien ihm besser, dies edle, aber ungebärdige Füllen [seinen Schüler] lediglich durch Wohlwollen und Gewöhnung zu zähmen [HesseGlasperlensp.6,536]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fohlen · Füllen · fohlen
Fohlen n. ‘junges Pferd’, ahd. folo (um 800), mhd. vol(e), asächs. folo, mnd. vōle, vōlen, mnl. vōle, vool, aengl. fola, engl. foal, anord. foli, schwed. fåle, got. fula, ursprünglich durchgängig mask.; das neutr. Genus entwickelt sich im Nd. und unter Einfluß von Füllen (s. unten). Germ. *fulōn gehört mit griech. pṓlos (πῶλος) ‘junges Pferd, Tierjunges’, lat. pullus ‘jung (von Tieren), Tierjunges’, griech. pá͞is (παῖς, aus *πάϜιδς) ‘Kind, Knabe, Sohn’ und lat. puer ‘Kind, Knabe’ zur Wurzel ie. *pōu-, *pū̌- ‘klein, gering, wenig’, wozu auch griech. pá͞uros (παῦρος), lat. parvus ‘klein’. Ein altes Deminutivum zu Fohlen ist Füllen n. das mit dem Suffix -īna- zur Bezeichnung von Tierjungen (s. ↗Küken) gebildet wird und ahd. fulī(n) (9. Jh.), mhd. vülī(n) ergibt. fohlen Vb. ‘ein Fohlen zur Welt bringen’ (18. Jh.).

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Füllen  ●  ↗Enter  norddeutsch · ↗Fohlen  Hauptform · Wutsch  ugs., pfälzisch, elsässisch
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Eselin Fläche Funktion Gestalt Glas Haushaltsloch Leere Lücke Sandsack Sommerloch Tank verwenden wild

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Füllen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch mit dem Füllen der sogenannten Weißen Flecken seien die Provider gut vorangekommen.
Die Zeit, 22.05.2012 (online)
Sammeln ist das Füllen der Leere, das Stopfen von existenziellen Löchern.
Süddeutsche Zeitung, 09.01.1999
Dabei müssen die Streuer vor dem Füllen absolut trocken sein.
Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 46
Bei der Konservenherstellung sind Gläser und Dosen vor dem Füllen grundsätzlich zu reinigen.
Grahneis, Heinz u. Horn, Karlwilhelm (Hg.), Taschenbuch der Hygiene, Berlin: Verlag Volk u. Gesundheit 1972 [1967], S. 428
Der Mann, der auf dem Wagen stand, gilt für verschroben, weil er sich nicht von seiner Stute trennen will und nun auch ihr Füllen aufzieht.
Katz, Richard: Übern Gartenhag, München u. Zürich: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. 1965, S. 0
Zitationshilfe
„Füllen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Füllen>, abgerufen am 24.07.2019.

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