Fähre, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Fähre · Nominativ Plural: Fähren
Aussprache
WorttrennungFäh-re
Wortbildung mit ›Fähre‹ als Erstglied: ↗Fährbetrieb · ↗Fährbett · ↗Fährboot · ↗Fährdienst · ↗Fährgeld · ↗Fährhafen · ↗Fährhaus · ↗Fährkahn · ↗Fährmann · ↗Fährschein · ↗Fährschiff · ↗Fährverkehr
 ·  mit ›Fähre‹ als Letztglied: ↗Autofähre · ↗Drahtseilfähre · ↗Eisenbahnfähre · ↗Landefähre · ↗Personenfähre · ↗Raumfähre · ↗Wagenfähre · ↗Weltraumfähre
eWDG, 1967

Bedeutung

Fahrzeug zum Übersetzen über ein Gewässer
Beispiele:
eine kleine Fähre
eine Fähre für Autos
die Fähre legt an
mit einer Fähre übersetzen, fahren
Kein Schiffer lenket die Fähre [SchillerBürgschaft]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fähre · Fährmann · Ferge
Fähre f. ‘Schiff zum Übersetzen’, mhd. ver(e) f. n., mnd. vēre, mnl. vēre, veer, nl. veer, anord. ferja f., schwed. färja führen auf germ. *farjōn ‘Schiff zur Überfahrt’, Ableitung von einem zu ↗fahren (s. d.) gehörenden kausativen Verb, das im Nhd. nicht mehr bezeugt, wohl aber in ahd. ferien, ferren ‘rudern, entlangsegeln, zu Schiffe fahren’ (8. Jh.), mhd. vern ‘fahren, zu Schiffe fahren’, asächs. ferian ‘fahren’, aengl. ferian ‘tragen, bringen, befördern’, got. farjan ‘zu Schiffe fahren’ erhalten ist und eigentlich ‘fahren machen (zu Schiff)’ bedeutet. Fährmann m. ‘übersetzender Schiffer’, Kompositum des 17. Jhs. Ferge m. gleichbed. mit Fährmann, ahd. ferio, fer(i)go, ferro ‘Ruderer, Seemann, Schiffer’ (9. Jh.), mhd. ver(e), verje, ver(i)ge ist Nomen agentis (jan-Ableitung zum Verb ahd. ferien, s. oben) und ergibt durch Übergang des j in g nach r nhd. Ferge, das im 17. Jh. durch Fährmann abgelöst wird, in der romantischen Dichtung des 19. Jhs. jedoch wieder Verwendung findet.

Thesaurus

Schifffahrt
Synonymgruppe
Fährboot · Fähre · ↗Fährkahn · ↗Fährschiff · ↗Ponte
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anlegestelle Bord Busse Deck Festland Frachter Kentern Kreuzfahrtschiff Landungsbrücke Passagier Passagierschiff Puttgarde Reederei Untergang Wrack besteigen estnisch gekentert gesunken kentern schippern tuckern verkehren verkehrend zusammenstoßen Überfahrt überfüllt überladen übersetzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fähre‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der weitere Ausbau der "ISS" sei ohne die Fähren nicht möglich.
Die Welt, 31.03.2003
Die schwedische Regierung hatte Ende 1994 beschlossen, die gesunkene Fähre nicht zu bergen.
Der Tagesspiegel, 12.08.1999
Wir sahen die Fähre kommen, sie wurde entladen, wir wurden hineinverfrachtet, sie mußte überprüft werden.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1949. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1949], S. 1024
Die Fähre schaukelte nicht grade - sie deutete das nur an.
Tucholsky, Kurt: Schloß Gripsholm. In: ders., Werke und Briefe, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1931], S. 2990
Viermal in der Stunde tuckert die Fähre hinüber und herüber, von morgens 5 bis nachts 23 Uhr.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 190
Zitationshilfe
„Fähre“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Fähre>, abgerufen am 19.08.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Fahrdynamik
Fahrdraht
Fahrdienstleiterin
Fahrdienstleiter
Fährdienst
Fahreigenschaft
Fahren
fahren lassen
fahrend
Fahrende