Erschöpfung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Erschöpfung · Nominativ Plural: Erschöpfungen
Aussprache
WorttrennungEr-schöp-fung
Wortzerlegungerschöpfen-ung
Wortbildung mit ›Erschöpfung‹ als Erstglied: ↗Erschöpfungsgrad · ↗Erschöpfungskrankheit · ↗Erschöpfungszustand
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
völlige Ausnutzung
entsprechend der Bedeutung von erschöpfen (Lesart 1)
Beispiele:
die Erschöpfung der Geldmittel, aller Reserven
die Erschöpfung (= Ertraglosigkeit) des Bodens
2.
Ermüdung bis zur Kraftlosigkeit
Beispiele:
ihm wurde schwindlig vor Erschöpfung
sich vor Erschöpfung hinsetzen
vor Erschöpfung sofort einschlafen
der Sportler lief bis zur völligen physischen Erschöpfung
An ihrem Gehstock trippelte ... sie bis zur Erschöpfung durch die langen Straßen der Hauptstadt [WerfelVeruntreuter Himmel121]

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Burnout · ↗Burnout-Syndrom · Erschöpfung · ↗Niedergeschlagenheit  ●  ↗Abgeschlagenheit  schweiz. · ↗Exhaustion  fachspr., lat., medizinisch · Lassitudo  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Ermüdung · Erschöpfung · ↗Mattigkeit · Müdewerden · ↗Müdigkeit · Zerschlagenheit  ●  ↗Defatigation  fachspr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anzeichen Austrocknung Durst Ermüdung Hunger Markenrecht Müdigkeit Niedergeschlagenheit Rand Rechtsweg Ressource Schlaflosigkeit Schlafstörung Stress Unterernährung Unterkühlung chronisch einschlafen körperlich mental nervlich physisch psychisch seelisch total umfallen völlig zusammenbrechen Überdruß Überforderung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Erschöpfung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jede Form von Diskussion endet hier nur aus Erschöpfung - das gefällt mir.
Der Tagesspiegel, 26.05.1998
In der neu-alten Arena ist die Erschöpfung noch lange nicht eingetreten.
Süddeutsche Zeitung, 10.08.1995
Jetzt kam die Erschöpfung auf, und ich fühlte mich immer elender.
Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 33
Er war allmählich in der Lage, seine Erschöpfung zu genießen.
Walser, Martin: Ehen in Philippsburg, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1957], S. 5
Die Erschöpfung war so groß, daß ich wochenlang keine ernste Arbeit vornehmen konnte.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 4070
Zitationshilfe
„Erschöpfung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Erschöpfung>, abgerufen am 23.07.2019.

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