Ernährung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ernährung · Nominativ Plural: Ernährungen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungEr-näh-rung
Wortbildung mit ›Ernährung‹ als Erstglied: ↗Ernährungsbasis · ↗Ernährungsbeihilfe · ↗Ernährungsberaterin · ↗Ernährungsberatung · ↗Ernährungsforschung · ↗Ernährungsfrage · ↗Ernährungshilfswerk · ↗Ernährungsindustrie · ↗Ernährungskosten · ↗Ernährungslage · ↗Ernährungslehre · ↗Ernährungsphysiologie · ↗Ernährungsprinzip · ↗Ernährungssituation · ↗Ernährungsstörung · ↗Ernährungsweise · ↗Ernährungszustand · ↗ernährungsphysiologisch
 ·  mit ›Ernährung‹ als Letztglied: ↗Fehlernährung · ↗Kinderernährung · ↗Mangelernährung · ↗Sondenernährung · ↗Unterernährung · ↗Volksernährung · ↗Welternährung · ↗Zwangsernährung · ↗Überernährung
 ·  mit ›Ernährung‹ als Binnenglied: ↗Welternährungsorganisation
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
das Ernähren, die Zufuhr der Nahrung
Beispiele:
die künstliche Ernährung des Kranken
die natürliche Ernährung des Säuglings
2.
Nahrung
Beispiele:
eine gesunde, gute, schlechte, hochwertige, unzureichende Ernährung
die Grundlagen der Ernährung
3.
Unterhalt
Beispiele:
wer sorgt für die Ernährung des Kindes?
er trug zu seiner und seiner Mutter Ernährung bei [BöllHaus19]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

nähren · ernähren · Ernährung · Ernährer · Nahrung · nahrhaft · Nahrungsmittel
nähren Vb. ‘mit Nahrung versorgen, den Unterhalt ermöglichen, pflegen’, ahd. nerien, nerren (8. Jh.), mhd. nern, neren, nerigen, nergen, nerren ‘genesen machen, (er)retten, am Leben erhalten, ernähren’, asächs. aengl. nerian, mnd. nēren, anord. næra, schwed. nära, got. nasjan ‘retten’, germ. *nazjan sind Kausativa (in der ursprünglichen, sehr umfassenden Bedeutung ‘genesen machen’, d. h. ‘retten, davonkommen lassen, durch Nahrung, Pflege am Leben erhalten’) zu dem unter ↗genesen (s. d.) aufgeführten Verb. ernähren Vb. ‘mit Nahrung versorgen, für jmds. Lebensunterhalt sorgen’, ahd. irnerien, irnerren ‘erretten’ (11. Jh.), mhd. ernern ‘gesund machen, heilen, erretten, am Leben erhalten, mit Nahrung versorgen’; Ernährung f. Ernährer m. (19. Jh.). Nahrung f. ‘alles zur Ernährung Dienende, Lebensmittel’, ahd. narunga (10. Jh.), mhd. narunge ‘Lebensunterhalt’, Ableitung von (im Nhd. untergegangenem) ahd. nara ‘Erlösung’ (8. Jh.), ‘Nahrung, Unterhalt’ (10. Jh.; vgl. lībnara, 9. Jh., asächs. līfnara ‘Lebensunterhalt’), mhd. nar ‘Heil, Rettung, Nahrung, Unterhalt’ (germ. *nazō-), wozu auch nahrhaft Adj. ‘reich an Nährstoffen, gewinnbringend’ (17. Jh.), älter nahrhaftig (15. Jh.) und Nahrhaftigkeit (16. Jh.). Nahrungsmittel Plur. (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ernährung · ↗Ernährungsweise
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Mengenelement  ●  Makroelement  griechisch
  • Mikroelement · ↗Spurenelement
Synonymgruppe
Ernährung · ↗Nutrition

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bewegung Bewegungsmangel Bundesforschungsanstalt Bundesminister Bundesministerin Bundesministerium Fitness Forst Gesundheit Hauswirtschaft Hygiene Landwirtschaft Lebensweise Reichsminister UN-Organisation Verbraucherschutz Weltbevölkerung achten ausgewogen einseitig falsch fettarm fettreich gesund künstlich mangelhaft umstellen ungesund vegetarisch vollwertig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ernährung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Ärzte des Landes raten inzwischen wie überall zu ausgewogener Ernährung.
Süddeutsche Zeitung, 07.12.2000
Vernünftige Bewegung ist also der naturgegebene Partner der vernünftigen Ernährung.
Schönfeldt, Sybil: Leichte schnelle Küche, Hamburg: Litten 1978, S. 24
Auch mit der elenden Ernährung hatte sich das Lager bis zu einem gewissen Grade abgefunden.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 261
Man könnte nun die Frage stellen, warum wir nicht die Herstellung von synthetischem Futter anstreben, um die menschliche Ernährung aus der Viehzucht zu sichern.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 334
Er war ein Experte einer neuzeitlichen Ernährung, und Clara fütterte ihr Kind alle zwei Stunden, keine Minute früher.
Widmer, Urs: Das Buch des Vaters, Zürich: Diogenes 2004, S. 82
Zitationshilfe
„Ernährung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Ernährung>, abgerufen am 16.10.2019.

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