Ernährer, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ernährers · Nominativ Plural: Ernährer
Aussprache
WorttrennungEr-näh-rer (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Ernährer‹ als Erstglied: ↗Ernährerin
eWDG, 1967

Bedeutung

jmd., der jmds. wirtschaftliche Bedürfnisse bestreitet, der jmdn. unterhält
Beispiele:
er war der alleinige Ernährer der großen Familie
der Ernährer war gestorben
die Pflichten, Rechte des Ernährers
viele Familien hatten den Ernährer verloren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

nähren · ernähren · Ernährung · Ernährer · Nahrung · nahrhaft · Nahrungsmittel
nähren Vb. ‘mit Nahrung versorgen, den Unterhalt ermöglichen, pflegen’, ahd. nerien, nerren (8. Jh.), mhd. nern, neren, nerigen, nergen, nerren ‘genesen machen, (er)retten, am Leben erhalten, ernähren’, asächs. aengl. nerian, mnd. nēren, anord. næra, schwed. nära, got. nasjan ‘retten’, germ. *nazjan sind Kausativa (in der ursprünglichen, sehr umfassenden Bedeutung ‘genesen machen’, d. h. ‘retten, davonkommen lassen, durch Nahrung, Pflege am Leben erhalten’) zu dem unter ↗genesen (s. d.) aufgeführten Verb. ernähren Vb. ‘mit Nahrung versorgen, für jmds. Lebensunterhalt sorgen’, ahd. irnerien, irnerren ‘erretten’ (11. Jh.), mhd. ernern ‘gesund machen, heilen, erretten, am Leben erhalten, mit Nahrung versorgen’; Ernährung f. Ernährer m. (19. Jh.). Nahrung f. ‘alles zur Ernährung Dienende, Lebensmittel’, ahd. narunga (10. Jh.), mhd. narunge ‘Lebensunterhalt’, Ableitung von (im Nhd. untergegangenem) ahd. nara ‘Erlösung’ (8. Jh.), ‘Nahrung, Unterhalt’ (10. Jh.; vgl. lībnara, 9. Jh., asächs. līfnara ‘Lebensunterhalt’), mhd. nar ‘Heil, Rettung, Nahrung, Unterhalt’ (germ. *nazō-), wozu auch nahrhaft Adj. ‘reich an Nährstoffen, gewinnbringend’ (17. Jh.), älter nahrhaftig (15. Jh.) und Nahrhaftigkeit (16. Jh.). Nahrungsmittel Plur. (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ernährer · ↗Versorger
Assoziationen
Synonymgruppe
Ernährer · ↗Haushaltsvorstand · ↗Haushaltungsvorstand · ↗Versorger
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausfall Beschützer Erzeuger Familie Krankheit Rolle Tod Vater alleinig ausfällen einzig männlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ernährer‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Mann sehe sich zunehmend in seiner Funktion als Ernährer bedroht.
Die Zeit, 03.10.2011, Nr. 40
Sie sah in ihm nicht nur den Ernährer, sie muß ihn geliebt haben.
Becker, Jurek: Amanda herzlos, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1993 [1992], S. 210
Seine Frau und der damals siebenjährige Bub standen nun ohne Ernährer da.
Süddeutsche Zeitung, 25.09.1995
Mit sich, konnte ein Mann, der sich bewährt hatte als Ernährer, nicht zufrieden sein?
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 944
Trotzdem glaubt er, seine Legitimation als Herr im Haus aus seiner Funktion als "Ernährer" ziehen zu können.
Schwarzer, Alice: Der »kleine Unterschied« und seine großen Folgen, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1977 [1975], S. 31
Zitationshilfe
„Ernährer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Ernährer>, abgerufen am 12.11.2019.

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