Erkältung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Erkältung · Nominativ Plural: Erkältungen
Aussprache
WorttrennungEr-käl-tung (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Erkältung‹ als Erstglied: ↗Erkältungsbad · ↗Erkältungsgefahr · ↗Erkältungsinfekt · ↗Erkältungskrankheit
eWDG, 1967

Bedeutung

(leichte) Erkrankung der Atemwege durch Zugluft oder rasch eintretende Kälte
Beispiele:
eine leichte, starke Erkältung
sich [Dativ] eine Erkältung holen, zuziehen
eine Erkältung nicht loswerden
der Erkältung vorbeugen
die Erkältung klingt bereits wieder ab
sich vor Erkältung schützen
zu Erkältungen neigen
Aus einer Erkältung entwickelte sich endlich ein ernstliches Brustübel [Storm2,37]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kalt · Kälte · erkalten · erkälten · Erkältung · kaltblütig · Kaltschale · Kaltschmied
kalt Adj. ‘von niedriger Temperatur, erstarrt, gefühlsarm’, ahd. (9. Jh.), mhd. kalt, asächs. kald, mnd. kōlt, mnl. cout, nl. koud, aengl. ceald, cald, engl. cold, anord. kaldr, schwed. kall, got. kalds (germ. *kalda-) geht aus einer alten Partizipialbildung (auf ie. -to-) hervor, daher eigentlich ‘gekühlt, gefroren’; es stellt sich zu den überlieferten germ. Verben aengl. calan ‘erkalten, abkühlen’ und anord. kala ‘frieren, kalt machen’. Mit den ablautenden Verwandten ↗kühl (s. d.), lat. gelū ‘Kälte, Frost’, gelāre ‘gefrieren’, gelidus ‘eiskalt’ (s. ↗Gelee) setzt es eine (allerdings nur aus dem Germ. und Ital. zu erschließende) Wurzel ie. *gel(ə)- ‘kalt, frieren’ voraus. Kälte f. Adjektivabstraktum, ahd. kaltī (8. Jh.), mhd. kelte. erkalten Vb. ‘kalt werden, abkühlen’, ahd. irkaltēn, -kaltōn (9. Jh.), mhd. erkalten, zum gleichbed., im Nhd. untergegangenen Simplex ahd. kaltēn, kaltōn, mhd. kalten. erkälten Vb. reflexiv ‘durch Kälteeinwirkung erkranken’, mhd. erkelten ‘kalt machen’, zum gleichbed. Simplex mhd. kelten, das nhd. nicht mehr gebräuchlich ist; dazu Erkältung f. (16. Jh.). kaltblütig Adj. ‘leidenschaftslos, unerschrocken, skrupellos’ (18. Jh.). Kaltschale f. ‘kalt serviertes süßes (Suppen)gericht mit Früchten’ (17. Jh.), Zusammenrückung aus kalte Schale. Kaltschmied m. ‘ohne Feuer arbeitender Schmied’ (z. B. Kupferschmied), ahd. kaltsmid (Hs. 12. Jh.), mhd. kaltsmit ‘Kessel-, Kupfer-, Messingschmied’.

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Erkältung · grippaler Infekt  ●  Freck  ugs., saarländisch · ↗Husten  ugs. · ↗Schnupfen  ugs. · ↗Verkühlung  ugs., österr.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anfälligkeit Atemweg Bronchitis Durchnässung Fieber Grippe Halsschmerz Hausmittel Husten Infekt Influenza Kopfschmerz Nachwirkung Rückenschmerz Schnupfen abmelden absagen auskurieren auskuriert einfangen fiebrig genesen hartnäckig herumplagen laborieren plagen verschleppt vorbeugen zuziehen überstanden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Erkältung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Von einer Erkältung über Weihnachten hat sie sich gut erholt.
Bild, 17.01.2004
Immerhin erwischt jeden mindestens zwei bis dreimal im Winter eine Erkältung.
Der Tagesspiegel, 15.10.1999
Vielleicht, versuchte er sich selbst zu überzeugen, hatte er sich auch schlichtweg eine Erkältung eingefangen.
Hohlbein, Wolfgang: Das Druidentor, Stuttgart: Weitbrecht 1993, S. 186
Aber was ich Dir noch sagen wollte, meine Erkältung ist schon wieder besser geworden.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 10.10.1945, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Übermäßig warme Kleidung in geheizten Räumen und zu leichte Überkleidung draußen verursacht oft Erkältungen.
o. A.: Das Lexikon der Hausfrau, Berlin: Ullstein 1937 [1932], S. 356
Zitationshilfe
„Erkältung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Erkältung>, abgerufen am 24.07.2019.

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