Ergriffenheit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ergriffenheit · Nominativ Plural: Ergriffenheiten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungEr-grif-fen-heit
eWDG, 1967

Bedeutung

das Ergriffensein
entsprechend der Bedeutung von ergreifen (Lesart 2)
Beispiele:
vor Ergriffenheit schweigen, weinen
in tiefer Ergriffenheit, voller Ergriffenheit standen die Menschen vor den aufgebahrten Opfern des Grubenunglücks
auf den Gesichtern der Anwesenden spiegelte sich ihre innere Ergriffenheit wider

Thesaurus

Synonymgruppe
Ergriffenheit · ↗Gefühlserregung · ↗Pathos

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann sind ihr ihre Worte aber doch zu satt an Ergriffenheit.
Süddeutsche Zeitung, 10.09.2001
Und immer der Sänger hat den größten Erfolg, der am deutlichsten zum Ausdruck bringt, wie schwer es ihm fällt, trotz seiner Ergriffenheit noch zu singen.
Walser, Martin: Halbzeit, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1960], S. 389
Es sind für mich Stunden tiefster Ergriffenheit, die ich hier erleben kann.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1938]
Und er sah nur eine stille Würde, die sich sogar bemühte, die Ergriffenheit zu verbergen.
Boy-Ed, Ida: Vor der Ehe. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1915], S. 3349
Manche Zuhörer gefallen sich auch darin, besondere Ergriffenheit vorzutäuschen, das wirkt lächerlich.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 249
Zitationshilfe
„Ergriffenheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Ergriffenheit>, abgerufen am 20.04.2019.

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