Eremit, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Eremiten · Nominativ Plural: Eremiten
Aussprache
WorttrennungEre-mit (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Eremit‹ als Erstglied: ↗Eremitendasein · ↗Eremitenleben · ↗Eremitentum · ↗eremitenhaft · ↗eremitisch
 ·  mit ›Eremit‹ als Letztglied: ↗Augustiner-Eremit · ↗Augustinereremit · ↗Schmuckeremit
eWDG, 1967

Bedeutung

aus religiösen Motiven von der Welt abgeschieden lebender Mensch, Klausner
Beispiel:
Vor kurzem saß ich noch als Eremit / Auf Quarantana, unweit Jericho [LessingNathanIV 7]
gehoben, übertragen Einsiedler
Beispiel:
Und heut kam zu uns Eremiten sogar ... Besuch [KlepperSchatten136]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Eremit · Eremitage
Eremit m. ‘Einsiedler, Klausner’, entlehnt (um 1500, heremit, 13. Jh.) aus gleichbed. kirchenlat. ērēmīta, griech. erēmī́tēs (ἐρημίτης), eigentlich ‘zur Wüste gehörig, in der Wüste lebend’; zugrunde liegt das Adjektiv griech. erḗmos, érēmos (ἐρῆμος, ἔρημος) ‘einsam, unbewohnt, verlassen’. Das zugehörige Substantiv Eremitage f. ‘Einsiedelei, Klause, einsam liegendes Schlößchen’ (Anfang 17. Jh.) stammt dagegen aus frz. ermitage (zu frz. ermite ‘Einsiedler’), ist aber im Dt. lautlich an die griech.-lat. Form Eremit angeglichen. Heute ist Eremitage oder Ermitage vor allem als Name des Staatlichen Museums (Kunstsammlungen) in St. Petersburg bekannt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Einsiedler · Eremit · ↗Klausner
Unterbegriffe
Assoziationen
Zoologie
Synonymgruppe
Eremit · Juchtenkäfer
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Asket Berg Einsiedelei Freischütz Gemeinschaft Gestalt Glocke Legende Mönch Orden Wald Wüste christlich fromm geigend greis hausen heilig leben lebend verliebt weis zurückziehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Eremit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Einige seiner Lehrer leben in Tibet mönchisch als Eremiten in den Bergen.
Die Zeit, 28.10.2013, Nr. 43
Das Bild des christlichen Eremiten ist der altarabischen Dichtung wohlvertraut.
Nielsen, E. W.: Arabien. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 22521
Man kann nicht mehr so einfach als Eremit leben und sich auf Gott verlassen.
Süddeutsche Zeitung, 29.09.2001
Statt des taoistischen Eremiten, der die Kultur als Ganzes verachtete, entsteht so der aus Protest gegen ein Regime zurücktretende konfuzianische Beamte.
Bauer, Wolfgang: China. Verwirklichungen einer Utopie. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1965], S. 22751
Mitten unter den Menschen waren sie einsam wie die Eremiten.
Hofmannsthal, Hugo von: Rede auf Beethoven. In: Bertram, Mathias (Hg.) Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1920], S. 4395
Zitationshilfe
„Eremit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Eremit>, abgerufen am 20.07.2019.

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