Erblast, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungErb-last
Wortbildung mit ›Erblast‹ als Erstglied: ↗Erblastentilgungsfonds
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

aus einer vorangegangenen Zeit stammender belastender Tatbestand; von einem Vorgänger unbewältigt weitergegebenes Problem, das sich als starke Belastung erweist

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Angesichts dieser diskursiven Erblast müsste das bürgerliche Lager erst mal einen neuen Ton anschlagen.
Die Zeit, 25.08.2005, Nr. 35
Das ist eine gigantische Erblast, die den kommenden Generationen nicht zugemutet werden kann.
Die Welt, 13.05.2003
Angesichts der finanziellen Erblast, die die jetzige Regierung hinterlasse, führe kein Weg an Einsparungen vorbei.
Der Tagesspiegel, 31.12.1997
Der ANC verweist zu Recht auf die Erblast der Apartheid.
Süddeutsche Zeitung, 03.11.1995
Und ob nicht ebenfalls an einem »Runden Tisch« die Erblast abgetragen und die Übergangszeit geregelt werden müsse.
Brandt, Willy: Erinnerungen, Berlin: Ullstein 1997 [1989], S. 446
Zitationshilfe
„Erblast“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Erblast>, abgerufen am 16.10.2019.

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