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Engagement, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Engagements · Nominativ Plural: Engagements
Aussprache
WorttrennungEn-ga-ge-ment (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Engagement‹ als Erstglied: ↗Engagementbereitschaft  ·  mit ›Engagement‹ als Letztglied: ↗Auslandsengagement · ↗Bühnenengagement · ↗Bürgerengagement · ↗Dauerengagement · ↗Filmengagement · ↗Jahresengagement · ↗Kreditengagement · ↗Monatsengagement · ↗Sommerengagement · ↗Winterengagement
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Anstellung, besonders eines Künstlers
Beispiele:
ein Engagement an der Staatsoper
ein Engagement suchen, abschließen, annehmen, antreten, verlängern
in ein Engagement gehen
ein Engagement an der Bühne, beim Film
er war lange Zeit ohne Engagement gewesen
2.
Verpflichtung, Bindung
Beispiele:
ein politisches, wirtschaftliches Engagement eines Staates
das Engagement des Schriftstellers zur Gegenwart
ein Engagement eingehen
allen Engagements entsagen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

engagieren · Engagement
engagieren Vb. ‘in ein Arbeitsverhältnis nehmen’ (besonders bei Bühne und Film), auch ‘zum Tanz auffordern’, reflexiv ‘sich für eine Angelegenheit voll einsetzen’. Zu frz. gage ‘Pfand, Bürgschaft’ (s. ↗Gage) gebildetes frz. engager ‘verpfänden, verpflichten, binden’ wird um die Mitte des 17. Jhs., versehen mit der für fremde Verben kennzeichnenden Endung -ieren, in seinen unterschiedlichen Verwendungen ins Dt. übernommen. Zunächst (17. Jh.) ist engagieren namentlich im Sinne von ‘in Kampfhandlungen verwickeln, verpflichten’ und ‘veranlassen’ (reflexiv ‘sich verpflichten, sich in etw. einlassen’) üblich, dann auch in den bis heute geltenden Bedeutungen ‘in Dienst nehmen’ (18. Jh.) und ‘zum Tanz auffordern’ (Anfang 19. Jh.). Das seit Beginn der Bezeugung in prädikativer Stellung häufigere Part.adj. engagiert ‘gebunden, besetzt’ (durch Verpflichtungen, eine Einladung, eine Verlobung) steht von der Mitte des 19. Jhs. an auch für ‘berührt, unmittelbar betroffen’ (persönlich engagiert sein); hieran läßt sich der moderne reflexive Gebrauch ‘sich mit innerer Anteilnahme für etw. einsetzen’ (Anfang 20. Jh.) anschließen. Engagement n. ‘Verpflichtung’, Entlehnung (17. Jh.) von frz. engagement m. ‘Verpfändung, Verpflichtung, Bindung’, Verbalsubstantiv zu frz. engager (s. oben), dann besonders ‘Arbeitsverhältnis bei Bühne oder Film’ (Anfang 19. Jh.) sowie ‘innere Anteilnahme, voller Einsatz’ (Mitte 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bereitschaft · ↗Bereitwilligkeit · Commitment · ↗Einsatzbereitschaft · ↗Einsatzfreude · Engagement · ↗Hingabefähigkeit · ↗Willigkeit
Assoziationen
Synonymgruppe
Eifer · ↗Einsatz · Engagement · ↗Hingabe · ↗Hingebung · ↗Schaffensfreude · ↗Tatendrang  ●  ↗Inbrunst  geh.
Unterbegriffe
  • übertriebener Eifer  ●  ↗Biereifer  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Courage · Engagement · ↗Herzhaftigkeit · ↗Kühnheit · ↗Mannhaftigkeit  ●  ↗Mut  Hauptform · ↗Bravour  geh. · ↗Bravur  geh., alte Schreibung bis 2017 · ↗Mumm  ugs. · ↗Traute  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bürger ausbauen auszeichnen beenden begründen besonder bürgerschaftlich danken ehren ehrenamtlich finanziell freiwillig gesellschaftlich humanitär kulturell langfristig loben lohnen mangelnd militärisch persönlich politisch privat sozial stark unternehmerisch verdanken verstärken verstärkt würdigen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Engagement‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Engagement hört bei der beruflichen Entwicklung allerdings noch nicht auf.
Die Zeit, 18.07.2013 (online)
Er führte es mit doppeltem Engagement, und er hielt es nicht aus, am Ende des Verteilers zu stehen.
Suter, Martin: Lila, Lila, Zürich: Diogenes 2004, S. 195
Das oppositionelle Engagement galt in beiden Fällen der neuen Ordnung, ihrer Verbesserung.
Engler, Wolfgang: Die Ostdeutschen, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1999], S. 94
Bisher blieb ein Engagement deutscher Unternehmen in den besetzten Gebieten weitgehend aus.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1997]
Die Musiker konnten sich solistisch nicht entfalten, mußten aber, um leben zu können, solche Engagements annehmen.
Burkhardt, Werner: Jazz. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1957], S. 39787
Zitationshilfe
„Engagement“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Engagement>, abgerufen am 26.04.2019.

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