Elegie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Elegie · Nominativ Plural: Elegien
Aussprache
WorttrennungEle-gie (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
a)
Gedicht im Ton wehmütiger Klage
b)
in der Antike   Gedicht in Distichen
2.
gehoben Schwermut
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Elegie · elegisch
Elegie f. ‘wehmutsvolles Gedicht’, im 16. Jh. entlehnt aus lat. elegīa, griech. elegé͞ia (ἐλεγεία) ‘in Distichen, dem Versmaß des élegos (s. unten), abgefaßtes Gedicht’ (ohne Rücksicht auf den Inhalt), später auch ‘Klagelied’. Griech. elegé͞ia ist substantivierte Adjektivableitung von griech. élegos (ἔλεγος) ‘Klagelied, Trauergesang’ (ursprünglich mit Flötenbegleitung). elegisch Adj. ‘in Form einer Elegie, wehmütig, traurig’ (18. Jh.).

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Elegie · Gedichtform mit schwermütiger Stimmung · Klagegedicht
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ballade Buckower Einsamkeit Elegie Epigramm Epos Groteske Hymne Hymnus Idyll Klavier Liebende Marienbader Ode Satire Sonett Spaziergang Strophe Vers Wiedersehen andalusisch anstimmen dichten ergreifend erotisch inspirieren komponieren neunt rezitieren römisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Elegie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber das hier ist etwas anderes, eine Elegie, wenn auch nicht allzu getragen; es wäre auch nicht in seinem Sinne gewesen.
Die Zeit, 26.12.2011 (online)
Frisch sagte darauf, das sei die Funktion der Kunst, der Elegie.
Der Tagesspiegel, 16.02.2000
Vor der Öffentlichkeit der Pythischen Spiele hat sich die Elegie freilich nicht lange halten können.
Kahl, Willi: Elegie. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1954], S. 23626
Die Elegie ist, soweit wir sie kennen, das natürliche Gefäß für die poetische Diskussion.
Gigon, Olof: Das hellenische Erbe. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 8164
Ich habe ihm in einer lateinischen Elegie Ausdruck gegeben, die ich am Schulfest 1867 vortragen durfte.
Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 7528
Zitationshilfe
„Elegie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Elegie>, abgerufen am 19.04.2019.

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