Eimer, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Eimers · Nominativ Plural: Eimer
Aussprache
WorttrennungEi-mer
Wortbildung mit ›Eimer‹ als Erstglied: ↗Eimerbagger · ↗Eimerbank · ↗Eimerkette · ↗Eimerkettenbagger · ↗eimerweise
 ·  mit ›Eimer‹ als Letztglied: ↗Abfalleimer · ↗Ascheeimer · ↗Ascheimer · ↗Ascheneimer · ↗Baggereimer · ↗Blecheimer · ↗Brunneneimer · ↗Emailleeimer · ↗Feuerlöscheimer · ↗Holzeimer · ↗Kohleneimer · ↗Kunststoffeimer · ↗Löscheimer · ↗Marmeladeneimer · ↗Melkeimer · ↗Milcheimer · ↗Mülleimer · ↗Putzeimer · ↗Schöpfeimer · ↗Wassereimer · ↗Zementeimer · ↗Zinkeimer
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
größeres, rundes Gefäß, besonders für Flüssigkeiten, das an einem Henkel getragen wird
Beispiele:
ein Eimer aus Blech, Emaille, Holz, Kunststoff, Zink
der Boden, Griff, Henkel eines Eimers
ein schwerer, verzinkter, hölzerner, gefüllter, voller, leerer, zerbeulter Eimer
einen Eimer füllen, tragen, schleppen, ausschütten
sie trug rechts und links einen Eimer voll Wasser
das Kind spielte mit Eimerchen und Schaufel am Strand
um einen Eimer mit warmem Wasser bitten
der Eimer ist übergelaufen
die Eimer klapperten auf dem Bauernhof
übertrieben es goss wie aus, mit Eimern (= es regnete sehr stark)
2.
salopp etw. ist im Eimeretw. ist ruiniert, verdorben
Beispiel:
dieser Motor, die ganze gute Laune, der Gewinn, Erfolg ist im Eimer
etw. geht in den Eimeretw. wird ruiniert, verdorben
Beispiel:
bei der Feuchtigkeit geht jede Frisur in den Eimer
jmd. guckt in den Eimerjmd. hat das Nachsehen
Beispiel:
wenn alle Preise bereits verteilt sind, werde ich wohl in den Eimer gucken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Eimer m. ‘an einem Henkel zu tragender Kübel’. Das aus der Ableitung ahd. ampri (9. Jh.) zu erschließende ahd. *ambar sowie aengl. amber sind Entlehnungen aus lat. ampora ‘Tongefäß mit zwei Henkeln’ (Nebenform von lat. amphora; zur Herkunft s. ↗Ampel). Nach Übertragung der Bezeichnung auf einen Kübel mit nur einem Henkel wird das Wort volksetymologisch an das Zahlwort ahd. ein und das Verb ahd. beran ‘tragen’ (s. ↗ein Num. und ↗gebären) angelehnt, so daß die Formen ahd. eimbar, einber, mhd. einber, asächs. ēmbar und mit Assimilation ahd. eimmer (Hs. 12. Jh.), mnd. mnl. nl. emmer entstehen; Vereinfachung der Doppelkonsonanz ergibt mhd. eimer, nhd. Eimer. Für ein großes zweihenkliges Gefäß gilt ursprünglich ↗Zuber (s. d.). Die Wendung im Eimer sein ‘verloren, verdorben, vorbei sein’ meint eigentlich ‘im Müll-, Abfalleimer sein’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bottich · ↗Kübel  ●  Eimer  Hauptform · ↗Kessel  schweiz.
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arsch Besen Bürste Eimer Eiswasser Gartenschlauch Gießkanne Kanister Kanne Lappen Pinsel Putzlapp Sangria Schaufel Schippe Schrubber Schwamm Schäufele Schüssel auskippen ausleeren entleeren gefüllt gießen kippen leeren rostig schaufeln schütten umgestülpt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Eimer‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Marie füllt mit ihren Händen Sand in einen kleinen blechernen Eimer.
Erpenbeck, Jenny: Wörterbuch, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2004, S. 25
Größere Artikel wie Eimer, Schüsseln, Milchkrüge, Wannen und Körbe waren oft aus bruchfestem Polyäthylen.
Tippach-Schneider, Sabine: Das große Lexikon der DDR-Werbung, Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf 2002, S. 262
Und dann seien da auch noch tausend Löcher in dem Eimer.
Die Zeit, 18.02.2008, Nr. 07
Das Opfer stürzte mit dem Kopf in den leeren Eimer.
Bild, 05.09.2005
Das saugt Feuchtigkeit auf, der Eimer läßt sich besser sauberhalten.
Süddeutsche Zeitung, 31.08.1995
Zitationshilfe
„Eimer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Eimer>, abgerufen am 16.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Eilzustellung
Eilzusteller
Eilzugtempo
Eilzugstempo
Eilzug
Eimerbagger
Eimerbank
Eimerkette
Eimerkettenbagger
eimerweise