Eigenkirche, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungEi-gen-kir-che (computergeneriert)
WortzerlegungeigenKirche
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

historisch im Mittelalter   im Eigentum eines weltlichen Herrn stehende Kirche

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei den Eigenkirchen gilt der jeweilige Besitzer als der geborene Vogt.
Erler, A.: Kirchenvogt. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 15325
In mehrfacher Hinsicht widersprach die Eigenkirche der kirchlichen Verfassung, wie sie vorher mit Hilfe des römischen Rechts ausgebildet worden war.
o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 4144
Bei den Eigenkirchen war den Reformern nicht nur die Frage des Besitzes anstößig.
Nitschke, August: Frühe christliche Reiche. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7134
Diese Eigenkirche hielt sich der bischöflichen Verwaltungsbehörde gegenüber, die mit dem gemeinen Recht gegen die Institution vorging, etwa 100 Jahre.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1940, S. 367
Das System der Eigenkirche hängt unzweifelhaft mit dem alten vorchristlichen Kultuswesen zusammen.
Troeltsch, Ernst: Die Soziallehren der christlichen Kirchen und Gruppen, Tübingen: Mohr 1912, S. 188
Zitationshilfe
„Eigenkirche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Eigenkirche>, abgerufen am 24.03.2019.

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