Druckerei, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Druckerei · Nominativ Plural: Druckereien
Aussprache
WorttrennungDru-cke-rei (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Druckerei‹ als Erstglied: ↗Druckereifachmann  ·  mit ›Druckerei‹ als Letztglied: ↗Buchdruckerei · ↗Falschgelddruckerei
eWDG, 1967

Bedeutung

Betrieb, in dem Druckerzeugnisse hergestellt werden
Beispiele:
ein Manuskript in die Druckerei geben
die Fahnen schnell von der Druckerei zurückerhalten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

drucken · Druck1 · Drucker · Druckerei · Drucksache · Druckfehler
drucken Vb. ‘Texte, Abbildungen u. dgl. maschinell vervielfältigen’. Das Verfahren, Stoffe mit Mustern und Papier mit Holzschnitten oder Lettern (15. Jh.) zu bedrucken, wird in Oberdeutschland entwickelt; drucken ist die obd. (durch Guttural bedingte) umlautlose Form von ↗drücken (s. d.). Zunächst stehen drücken und drucken bis ins 17. Jh. bedeutungsgleich nebeneinander, danach wird differenzierend geschieden zwischen drucken als Fachausdruck und drücken ‘pressen, belasten, bedrängen’. Druck1 m. Abdruck m. ‘Vorgang des Vervielfältigens und sein Erzeugnis’ (15. Jh.). Drucker m. ‘Buchdrucker’ (15. Jh.). Druckerei f. ‘Buchdruckerhandwerk, Betrieb, in dem gedruckt wird’ (15. Jh.). Drucksache f. zuerst ‘bedruckter Bogen’ (so noch heute für ‘gedruckte Vorlage als Arbeits- bzw. Diskussionsgrundlage’), dann ‘offene Postsendung zu ermäßigter Gebühr, die vervielfältigten Text enthält’ (beide 19. Jh.). Druckfehler m. (17. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Buchbinderei Buchclub Buchhandlung Buchhandlunge Buchladen Buchverlag Färberei Korrektor Papierfabrik Redaktion Redaktionsraum Regionalzeitung Schlosserei Schneiderei Schreinerei Schriftgießerei Setzerei Tischlerei Verlag Verlagsanstalt Verlagshaus Weberei Werbeagentur Wäscherei Zeitschriftenverlag Zeitungsverlag bestreiken drucken hauseigen verlagseigen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Druckerei‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bisher habe ich nur Druckereien eröffnet, aber jetzt musste ich eine schließen.
Der Tagesspiegel, 16.12.2003
Es gibt aber auch Druckereien, die wir selbst betreiben, die eben nicht angemeldet sind.
konkret, 1986
In diesem Jahr ging er nach Rom und eröffnete dort eine Druckerei.
Sartori, Claudio: Gardane (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1955], S. 26786
Druckereien waren im Generalgouvernement so gut wie überhaupt nicht in Betrieb.
Reich-Ranicki, Marcel: Mein Leben, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1999, S. 273
Dieses Dokument ist nur für den privaten Vertrieb gedruckt, der Name der Druckerei ist nicht genannt, und es ist vollkommen anonym.
o. A.: Einhundertneunundsechzigster Tag. Dienstag, 2. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 12345
Zitationshilfe
„Druckerei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Druckerei>, abgerufen am 24.05.2019.

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