Dotterblume

GrammatikSubstantiv
WorttrennungDot-ter-blu-me (computergeneriert)
WortzerlegungDotterBlume
Wortbildung mit ›Dotterblume‹ als Letztglied: ↗Sumpfdotterblume
eWDG, 1967

Bedeutung

leuchtend gelb blühende Blume, die auf sumpfigen Wiesen und an Grabenrändern wächst
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Dotter · Dotterblume
Dotter m. n. ‘Eigelb’, ahd. tutaro (11. Jh.; vgl. das Kompositum tutarei ‘Eigelb’, 9./10. Jh.), mhd. toter, tuter, asächs. dodro, mnd. dȫder, dōder (neben dȫdel, dōdel), mnl. dōder, dōdre, nl. dooier, aengl. dydrin sind im Hinblick auf die unstete, leicht bewegliche Masse vielleicht verwandt mit engl. to dodder, älter dadder ‘schwanken, zittern’ und mit aind. dúdhitaḥ ‘verworren, trübe, dicht’, dudráḥ ‘ungestüm, heftig’, dṓdhat- ‘tobend, ungestüm, wild’, griech. thýsanos (θύσανος) ‘Troddel, Quaste, Franse’, thýssetai (θύσσεται) ‘schwankt, schüttelt’, so daß sich über die Dentalerweiterung ie. *dheudh- ‘durcheinanderwirbeln, verwirren’ ein Anschluß an die Wurzel ie. *dheu-, *dheu̯ə- ‘stieben, wirbeln’ (s. ↗Duft, ↗Düne, ↗Dunst) ermöglichen läßt. Dotterblume f. (15. Jh.), im Hinblick auf die gelben Blüten.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er scharrt in der Erde, tollt im Gras herum und beschnüffelt gelbe Dotterblumen.
Süddeutsche Zeitung, 07.11.2000
Im Sumpf geschah ein Zucken der Dotterblumen, dann ein Schütteln oder Beuteln der gelben Tupfen.
Doderer, Heimito von: Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre, Gütersloh: Bertelsmann 1996 [1951], S. 152
Weil Hoeneß als feinfühliger Mann gilt, ist es möglich, dass im Bouquet Dotterblumen enthalten waren.
Süddeutsche Zeitung, 26.04.2004
Er vergaß sein Temperament und mästete sich mit Feuchtigkeit, die die Luft nicht verließ und die großen Dotterblumen aufzog, gelben Hahnenfuß und Klappertopf.
Die Zeit, 06.07.1950, Nr. 27
C. palústris fl. pl., die lange blühende, gefüllte Dotterblume, ist mit ihren sattgoldenen Blüten ein prächtiger Farbennachbar für die Rosenprimel.
Schacht, Wilhelm: Der Steingarten und seine Welt, Ludwigsburg: Ulmer 1953, S. 83
Zitationshilfe
„Dotterblume“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Dotterblume>, abgerufen am 19.06.2019.

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