Dompfaff, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungDom-pfaff
eWDG, 1967

Bedeutung

finkenartiger Singvogel, der auf dem Kopf schwarz, auf der Unterseite weiß und hellrot gefärbt ist, sehr dichtes Gefieder hat und in Mischwald lebt, Gimpel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Dom · Dompfaff
Dom m. ‘Bischofskirche’. Im 15. Jh. wird Dom von mfrz. frz. dôme (entlehnt aus ital. duomo) in der heutigen Lautform ins Dt. entlehnt, wodurch seit dem 18. Jh. älteres Thum m., ahd. tuom (9./10. Jh.), mhd. tuom (mnd. dōm, afries. dom, mnl. doem) ‘Bischofskirche’ verdrängt wird. Dom und Thum gehen auf mlat. domus (dei episcopalis) ‘bischöfliche Hauptkirche und Residenz’, lat. domus f. ‘Haus’, zurück. Nach der Reformation wird der Verwendungsbereich von Dom erweitert, so daß „durch Lage, Bau, Aufwand und andere auffallende Merkmale“ hervorragende Kirchen als Dom bezeichnet werden können. Vgl. Masser Bez. f. d. christl. Gotteshaus (1966) 68. Dompfaff m. Bezeichnung für den ↗Gimpel (s. d.) wegen seiner schwarzen Kappe (thumpfaff, 16. Jh.).

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Blutfink · Dompfaff · ↗Gimpel
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fink Stieglitz

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dompfaff‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf dem Tisch des Wohnzimmers lag ihr kleiner Dompfaff mit abgerissenem Kopf.
Vossische Zeitung (Abend-Ausgabe), 01.03.1927
Der Dompfaff zählt nicht zu den bedrohten Arten, selbst seine Arglosigkeit brachte ihn nicht in Gefahr.
Die Zeit, 20.03.1987, Nr. 13
In der einen Reihe stehen nur Dompfaffen, dicke braune Kerle, und ihre Käfige sind alle etikettiert, damit man es weiß, was sie alles pfeifen können.
Tucholsky, Kurt: Der Vogelladen. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913]
Auch Amsel, Dompfaff und der Vogel mit dem sperrigen Namen Heckenbraunelle singen in Gärten und Parks.
Die Welt, 13.03.2004
Selbst Einzelgänger wie Rotkehlchen und Dompfaff kommen gelegentlich zu Besuch und hören, während sie sich flatternd übersprühen, von den geschwätzigen Kohlmeisen die letzten Nachrichten.
Katz, Richard: Übern Gartenhag, München u. Zürich: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. 1965, S. 123
Zitationshilfe
„Dompfaff“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Dompfaff>, abgerufen am 20.04.2019.

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