Domkapitel, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungDom-ka-pi-tel (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

Religion Körperschaft der Geistlichen eines Doms, die den Beirat des Bischofs bildet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kapitel · (Dom)kapitel
Kapitel n. ‘Hauptstück, Abschnitt einer Schrift, eines Buches’, ahd. kapital (10. Jh.), kapitula (Hs. 12. Jh.), frühnhd. kapitel (um 1500), entlehnt aus spätlat. capitulum ‘Abschnitt eines Gesetzes, eines heiligen Textes’, Deminutivum (lat. ‘kleiner Kopf, Köpfchen’) zu lat. caput ‘Haupt, Kopf, Spitze, Hauptperson, Anführer, (Haupt)abschnitt, -absatz’. Im Anschluß an lat. caput ‘Führer’ nimmt spätlat. capitulum auch die Bedeutung ‘höchste kirchliche Würde’, mlat. ‘Zusammenkunft, Hauptversammlung, geistlicher Konvent’ an, woraus mhd. kapitel ‘Zusammenkunft von Geistlichen, von Mönchen, feierliche Versammlung’, nhd. (Dom)kapitel n. ‘geistliche Körperschaft einer Bischofs- oder Stiftskirche’ (15. Jh.).

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Domkapitel · ↗Domstift · Kathedralkapitel
Religion
Synonymgruppe
Domkapitel · Kathedralkapitel
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Besitz Bischof Bistum Dechant Dekan Diözese Domherr Erzbischof Erzbistum Fürstbischof Gut Kandidat Kathedrale Kloster Kölner Mitglied Rat Sekretär Sitz Stuhl Wahlrecht Weihbischof Widerstand Wille Zustimmung berufen beschließen errichten wählen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Domkapitel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Domkapitel mit seinen liturgischen Interessen unterstützte entsprechend die Musiker.
Süddeutsche Zeitung, 27.06.1998
Wegen eines Prozesses gegen das Domkapitel wurde er 1528 gebannt.
Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 7501
Der Vater verwaltete die Güter des Domkapitels, dadurch konnten seine Söhne sich klerikalen Studien widmen.
Die Zeit, 27.01.2003, Nr. 04
Wegen seiner großen Fähigkeiten bewilligte ihm das Domkapitel ein Gehalt von 500 Escudos.
Subirá, José: Correa. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1952], S. 19197
Erst 1168 tritt das Domkapitel neben sie und schließt sie 1238 von der Bischofswahl aus.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1934, S. 300
Zitationshilfe
„Domkapitel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Domkapitel>, abgerufen am 20.04.2019.

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