Domizil, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Domizils · Nominativ Plural: Domizile
Aussprache
WorttrennungDo-mi-zil
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Domizil‹ als Letztglied: ↗Feriendomizil · ↗Steuerdomizil · ↗Urlaubsdomizil
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben Wohnsitz
Beispiele:
ein komfortables, neues Domizil
sein Domizil aufschlagen, wechseln
er sei gerne bereit, für heute bei Herrn Lohberg Domizil zu nehmen [BrochEsch183]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Domizil n. ‘Wohnsitz’, im 19. Jh. aus lat. domicilium ‘Wohnsitz’, besonders ‘Palast, Schloß’ entlehnt. Zu lat. domus ‘Haus’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Domizil · ↗Heim · ↗Heimatort · ↗Residenz · ↗Sitz · ↗Wohnsitz
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandes) Zuhause · ↗Behausung · ↗Bleibe · Domizil · ↗Heim · ↗Heimstatt · ↗Residenz · ↗Unterkunft · ↗Wohnstatt · ↗Wohnstätte  ●  ↗Apartment  engl. · ↗Obdach  Amtsdeutsch · ↗Wohneinheit  kaufmännisch · ↗Wohnung  Hauptform · (die eigenen) vier Wände  ugs. · Dach über dem Kopf  ugs. · Dach überm Kopf  ugs. · ↗Logement  geh., franz., veraltet
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Berliner Dom Charlottenburger Galerie Helmholtzstraße Richtfest Spreebogen Umzug angemessen angestammt aufschlagen beziehen bezogen bezugsfertig bisherig einstig einweihen gelegen gemietet geräumig herrschaftlich jetzig komfortabel luxuriös neu nobel provisorisch repräsentativ standesgemäß umziehen würdig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Domizil‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch "um die Ecke" fand sich ein neues Domizil, das jedoch erst hergerichtet werden musste.
Die Welt, 24.07.2004
Hier also hat das wohl verrückteste Museum des Landes sein Domizil.
Der Tagesspiegel, 08.12.2001
Ein besonderes Domizil hat sie in der Akademie für graphische Künste.
Reklame-Praxis, 1926, Nr. 1, Bd. 3
Gleich nach der Schlußsitzung des Kongresses wechselte ich mein Domizil.
Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 1337
Für ihr neues Domizil in Brüssel zahlt das Parlament 200 Millionen Mark Miete im Jahr.
o. A. [mü.]: Caprice des Deiux. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1993]
Zitationshilfe
„Domizil“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Domizil>, abgerufen am 19.04.2019.

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