Dom, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Dom(e)s · Nominativ Plural: Dome
Aussprache
Wortbildung mit ›Dom‹ als Erstglied: ↗Dombauhütte · ↗Dombaumeister · ↗Domchor · ↗Domdechant · ↗Domfreiheit · ↗Domglocke · ↗Domherr · ↗Domkapelle · ↗Domkapellmeister · ↗Domkapitel · ↗Domkirche · ↗Domkuppel · ↗Domkustos · ↗Dompfaff · ↗Domportal · ↗Domprediger · ↗Dompropst · ↗Dompropstei · ↗Domstift · ↗domartig
 ·  mit ›Dom‹ als Letztglied: ↗Eisdom · ↗Felsdom · ↗Felsendom · ↗Lavadom
eWDG, 1967

Bedeutung

prächtige Kirche, Bischofskirche mit großem Chor, Münster
Beispiele:
ein gewaltiger, herrlicher, ehrwürdiger Dom
der Kölner Dom
einen Dom besichtigen, besuchen
in den Dom eintreten
das Dach des Domes wird ausgebessert
die Glocken des Doms läuten
dichterisch, bildlich Kuppel, Gewölbe
Beispiele:
der grüne Dom des Waldes
der Dom des Himmels wölbt sich über uns
Dieser süße heilige Dom [aus Bäumen] über dem Grab meiner Mutter [BindingUnsterblichkeit17]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Dom · Dompfaff
Dom m. ‘Bischofskirche’. Im 15. Jh. wird Dom von mfrz. frz. dôme (entlehnt aus ital. duomo) in der heutigen Lautform ins Dt. entlehnt, wodurch seit dem 18. Jh. älteres Thum m., ahd. tuom (9./10. Jh.), mhd. tuom (mnd. dōm, afries. dom, mnl. doem) ‘Bischofskirche’ verdrängt wird. Dom und Thum gehen auf mlat. domus (dei episcopalis) ‘bischöfliche Hauptkirche und Residenz’, lat. domus f. ‘Haus’, zurück. Nach der Reformation wird der Verwendungsbereich von Dom erweitert, so daß „durch Lage, Bau, Aufwand und andere auffallende Merkmale“ hervorragende Kirchen als Dom bezeichnet werden können. Vgl. Masser Bez. f. d. christl. Gotteshaus (1966) 68. Dompfaff m. Bezeichnung für den ↗Gimpel (s. d.) wegen seiner schwarzen Kappe (thumpfaff, 16. Jh.).

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Dom · ↗Kathedrale · ↗Münster
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Liebfrauenmünster (Straßburg) · Straßburger Münster  ●  Cathédrale Notre-Dame  franz.
  • Kathedrale des Heiligen Martin · Martinsdom
  • Ko-Kathedrale · Konkathedrale
  • Hohe Domkirche St. Petrus · Hoher Dom zu Köln  ●  Kölner Dom  Hauptform · Dom zu Kölle  ugs., kölsch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Altstadt Andechser Baptisterium Burg Dom Fernsehturm Gendarmenmarkt Glocke Gottesdienst Hauptgottesdienst Hauptportal Hieber Hochaltar Kreuzgang Krypta Kuppel Liebfrauenkirche Lustgarten Orgel Orgelkonzert Pontifikalamt Rathaus Schatten Schauspielhaus Turm französisch gotisch mittelalterlich romanisch weihen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dom‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie befand sich damals nämlich gleich links neben dem Dom.
Bruyn, Günter de: Unter den Linden, Berlin: Siedler 2002, S. 22
Für die ungleich teurere Installation im Dom gewann der Designer rasch Förderer.
Der Tagesspiegel, 14.10.1999
Auch werde es weiterhin möglich sein, den Turm des Doms zu besteigen.
Die Welt, 19.05.1999
Sie suchte sich die größte Kirche der Stadt, den Dom, aus.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 132
Auch im Dom schien es leer zu sein, es fiel natürlich niemandem ein, jetzt hierherzukommen.
Kafka, Franz: Der Proceß, Frankfurt a. M.: Fischer 1993 [1925], S. 211
Zitationshilfe
„Dom“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Dom>, abgerufen am 21.04.2019.

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