Dirigent, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Dirigenten · Nominativ Plural: Dirigenten
Aussprache
WorttrennungDi-ri-gent (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Dirigent‹ als Erstglied: ↗Dirigentengastspiel · ↗Dirigentenpodium · ↗Dirigentenpult · ↗Dirigentenstab
 ·  mit ›Dirigent‹ als Letztglied: ↗Chefdirigent · ↗Chordirigent · ↗Ministerialdirigent
eWDG, 1967

Bedeutungen

a)
Leiter einer musikalischen Aufführung, eines musikalischen Klangkörpers
Beispiele:
der Dirigent der Oper, des Orchesters
ein bekannter, gefeierter Dirigent
der Dirigent hob den Taktstock, gab den Bläsern das Zeichen zum Einsatz
nach dem stürmischen Applaus verbeugte sich der Dirigent dankend vor dem Publikum
b)
veraltet Leiter einer Abteilung, Institution
Beispiele:
der Stadtrat ist Dirigent eines Ressorts
der Chirurg ist Dirigent des Ganzen [einer kriegschirurgischen Akademie] [BillrothLehren446]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dirigieren · Dirigent
dirigieren Vb. ‘leiten, lenken’ (seit dem 17. Jh. besonders von musikalischen Aufführungen), in der 1. Hälfte des 16. Jhs. aus lat. dīrigere ‘eine gerade Richtung geben, richten, lenken, ordnen’ entlehnt. Lat. dīrigere, aus der Verstärkungspartikel ↗dis- (s. d.) und regere ‘geraderichten, lenken, leiten, herrschen’ (s. ↗regieren) zusammengesetzt, bedeutet eigentlich ‘intensiv, nachdrücklich leiten’, Dirigent m. ‘Leiter’ (18. Jh.), vom Part. Präs. lat. dīrigēns (Genitiv dīrigentis) ‘leitend, Leitender’; seit dem 19. Jh. ‘Kapellmeister, Chorleiter’ (älter dafür Direktor, 17. Jh.).

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Bandleader · ↗Chefdirigent · ↗Chorleiter · Dirigent · ↗Gastdirigent · ↗Generalmusikdirektor · ↗Hofkapellmeister · ↗Kapellmeister · ↗Orchesterchef · ↗Orchesterleiter · künstlerischer Leiter
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arrangeur Bühnenbildner Cellist Ensemble Geiger Generalmusikdirektor Instrumentalist Intendant Komponist Leitung Musiker Musikwissenschaftler Orchester Organist Philharmonie Philharmoniker Pianist Pult Regisseur Solist Sänger Violinist bedeutend berühmt dirigieren finnisch geboren namhaft renommiert weltberühmt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dirigent‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich finde, er ist ein toller Dirigent, davon gibt es nicht viele.
Die Welt, 20.07.2005
Das Besondere dieser öffentlichen Probe ist nicht nur, dass die Musiker lernen, wie es ist, mit einem großen Dirigenten zu spielen.
Der Tagesspiegel, 17.01.2002
Er war ein suggestiver Dirigent, gleich hervorragend in der Oper wie als Interpret großer symphonischer Werke.
o. A.: K. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 9090
Aber einen Dirigenten vergißt man nach seinem Tod wie einen Schauspieler.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1925. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1925], S. 129
Es war das dritte Mal, daß ich ihn als Dirigenten sehen durfte.
Wagner, Siegfried: Erinnerungen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1923], S. 21565
Zitationshilfe
„Dirigent“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Dirigent>, abgerufen am 22.05.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Dirigat
Dirham
Direx
Direttissima
Direktzugriff
Dirigentengastspiel
Dirigentenpodium
Dirigentenpult
Dirigentenstab
Dirigentschaft