Dichotomie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungDi-cho-to-mie (computergeneriert)
Wortbildung formal verwandt mit: ↗Dichotomisierung
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Botanik Gabelung des Pflanzensprosses
2.
Philosophie, bildungssprachlich Zweiteilung; die zweigliedrige Einteilung in Begriffspaare
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Dichotomie · dichotomisch · dichotom
Dichotomie f. ‘Zweiteilung, gabelartige Verzweigung’, entlehnt (17. Jh.) aus griech. dichotomía (διχοτομία) ‘Teilung in zwei Hälften’, zu griech. dichotómos (διχοτόμος) Adj. ‘in zwei Teile geschnitten, gespalten’, aus griech. dícha (δίχα) ‘zweifach’ und griech. tómos (τόμος) ‘einschneidend’, zu griech. témnein (τέμνειν) ‘schneiden, zerteilen, ab-, durchschneiden’. dichotomisch Adj. ‘zweigliedrig, gespalten, zwiespältig’ (18. Jh.), gekürzt dichotom Adj. (20. Jh.), aus griech. dichotómos (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
Dichotomie · Zweigliederung · ↗Zweiteilung  ●  ↗Schwarz-Weiß-Malerei  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Dialektik · Dichotomie · ↗Dualismus · ↗Polarität · ↗Zweiheit
Unterbegriffe
  • deutscher Dualismus · preußisch-österreichischer Dualismus
Assoziationen
Antonyme
Biologie
Synonymgruppe
Abzweigung · ↗Gabelung · ↗Scheideweg · ↗Verzweigung · ↗Verästelung  ●  ↗Wegscheid  veraltend, österr. · ↗Bifurkation  geh., lat. · Dichotomie  fachspr., botanisch, griechisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Böse Geist Gut Körper Moderne Natur Ost falsch klassisch prägen simpel

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dichotomie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei hat die Wirklichkeit diese althergebrachte Dichotomie inzwischen vielerorts längst überholt.
Süddeutsche Zeitung, 18.01.2000
Daß es uns peinlich ist, liegt nur an den falschen Dichotomien, in denen wir befangen sind.
Die Zeit, 07.07.1989, Nr. 28
Auch eine Dichotomie »vergangenheitszentriert« - »gegenwartsbezogen« sei in unterschiedlichen Ansätzen erkennbar.
Thomae, Hans: Psychologiegeschichte. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 27503
Die jeweils zuständige Dichotomie trägt einerseits die Ausdifferenzierung der Sinndimension und wird andererseits durch sie auf höhere Komplexität gebracht.
Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 125
Trotz dieser Dichotomie sind die Normen und Traditionen, die in diesem Raum entwickelt wurden, Ergebnis des harten Lebens der Bewohner der Wüste und Oasenstädte.
Heine, Peter: Araber. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 102
Zitationshilfe
„Dichotomie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Dichotomie>, abgerufen am 24.08.2019.

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