Defizit, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Defizit(e)s · Nominativ Plural: Defizite
Aussprache
WorttrennungDe-fi-zit
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Defizit‹ als Erstglied: ↗Defizitpolitik  ·  mit ›Defizit‹ als Letztglied: ↗Außenhandelsdefizit · ↗Betriebsdefizit · ↗Bildungsdefizit · ↗Budgetdefizit · ↗Demokratiedefizit · ↗Finanzierungsdefizit · ↗Forschungsdefizit · ↗Handelsbilanzdefizit · ↗Handelsdefizit · ↗Haushaltdefizit · ↗Haushaltsdefizit · ↗Informationsdefizit · ↗Legitimationsdefizit · ↗Leistungsbilanzdefizit · ↗Nulldefizit · ↗Rekorddefizit · ↗Staatsdefizit · ↗Vollzugsdefizit · ↗Wissensdefizit · ↗Zahlungsbilanzdefizit
eWDG, 1967

Bedeutung

Fehlbetrag, Geldverlust
Beispiele:
das Defizit in den Ausgaben decken
ein monatliches, jährliches Defizit von hundert Euro haben, verzeichnen
es muss mit einem Defizit gerechnet werden
das Defizit wächst, nimmt ab
Seit Minghettis Ministerschaft hatte sich das alte Defizit des Staatsbudgets in reichlichen Überschuß verwandelt [WerfelVerdi326]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Defizit n. ‘Fehlbetrag, Mangel, Verlust’. Das 18. Jh. entlehnt gleichbed. frz. déficit, eine Substantivierung der Verbalform lat. dēficit ‘es fehlt’, zu lat. dēficere ‘abnehmen, aufhören, fehlen’. Ursprünglich formelhaft zur Kennzeichnung von Fehlbeständen in Inventarverzeichnissen, dann besonders von Fehlbeträgen im Staatshaushalt während der französischen Revolution. Formal vergleichbare Bildungen sind ↗Fazit, ↗Imprimatur, ↗Referat (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Abwesenheit · Defizit · Fehlen · ↗Mangel  ●  ↗Absenz  österr., schweiz.
Synonymgruppe
Defekt · Defizit · ↗Mangel · ↗Manko · ↗Minuspunkt · ↗Schaden · ↗Schwäche · ↗Unzulänglichkeit  ●  ↗Insuffizienz  fachspr. · ↗Macke  ugs.
Unterbegriffe
  • Wettlaufsituation · kritischer Wettlauf
Assoziationen
Ökonomie
Synonymgruppe
Defizit · ↗Fehlbetrag · ↗Haushaltsdefizit  ●  Abmangel  veraltend · ↗Haushaltsloch  ugs.
Assoziationen
Ökonomie
Synonymgruppe
Defizit · ↗Einbuße · ↗Fehlbetrag · ↗Minus · ↗Nachteil · ↗Verlust · ↗Verlustgeschäft  ●  Unterschuss  veraltet · ↗Miese  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abbau Außenhandel Bundeshaushalt Deckung Handelsbilanz Haushalt Leistungsbilanz Milliarde Sozialversicherung Staatshaushalt Verringerung Zahlungsbilanz abbauen aufarbeiten aufweisen ausgleichen beheben beseitigen betragen decken erheblich gesamtstaatlich gravierend hoch jährlich kompensieren strukturell verringern wachsend übermäßig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Defizit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aus fünf Millionen ohne Job sind heute weniger als drei Millionen geworden; das Defizit tendiert gen null.
Die Zeit, 12.05.2012, Nr. 20
Die Regierung in Rom ist beunruhigt über das wachsende Defizit im gemeinsamen Handel.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1994]
Das Defizit ist nun um so größer, je stärker die Einschränkung ist.
Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 418
Heute wird uns das Defizit unter die Nase gehalten, Posten für Posten.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 178
Der bedeutungsvolle Abend brachte ein erschreckendes Defizit, doch einen großen künstlerischen Erfolg.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 26358
Zitationshilfe
„Defizit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Defizit>, abgerufen am 20.10.2019.

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