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Deck, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Deck(e)s · Nominativ Plural: Decks/Decke
Aussprache
Wortbildung mit ›Deck‹ als Erstglied: ↗Deckaufbau · ↗Deckdienst · ↗Deckhaus · ↗Deckladung · ↗Decklast · ↗Deckluke · ↗Deckmannschaft · ↗Deckoffizier · ↗Deckplanke · ↗Decksaufbau · ↗Decksdienst · ↗Deckshaus · ↗Decksladung · ↗Deckslast · ↗Decksleute · ↗Decksluke · ↗Decksmann · ↗Decksoffizier · ↗Decksplanke · ↗Decksstütze · ↗Deckstuhl · ↗Deckstütze
 ·  mit ›Deck‹ als Letztglied: ↗Achterdeck · ↗Backdeck · ↗Bootsdeck · ↗Hauptdeck · ↗Hinterdeck · ↗Mitteldeck · ↗Oberdeck · ↗Promenadendeck · ↗Schiffsdeck · ↗Sonnendeck · ↗Unterdeck · ↗Vordeck · ↗Zwischendeck
eWDG, 1967

Bedeutung

oberer begehbarer Abschluss eines Schiffes oder eines seiner Stockwerke
Beispiele:
das Deck schrubben
alle Mann an Deck!
auf Deck promenieren
aufs Deck hinaustreten
ein paar harte Seen gingen über Deck [WeitendorfLogbuch54]
Er hörte ein verdächtiges Getrappel über sich auf dem Deck [JahnnHolzschiff242]
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlich ich bin nicht auf Deck (= nicht recht gesund)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Deck · Verdeck
Deck n. ‘oberer betretbarer Boden bzw. Stockwerk eines Schiffes’. Das in der 2. Hälfte des 17. Jhs. ins Hd. übernommene Wort der Seemannssprache nd. Deck, mnl. dec, nl. dek ‘Bedeckung, Dach’ ist von mnl. mnd. decken (s. ↗decken) abgeleitet, bezeichnet also zunächst die ein Schiff von oben (ab-, zu)deckenden Planken. Seit dem 18. Jh. wird Deck in der Seemannssprache in präpositionalen Verbindungen meist artikellos gebraucht: auf, unter, an, über Deck; im Hd. (Mitte 19. Jh.) auch übertragen auf Deck sein ‘wohlauf sein’. Verdeck n. ‘oberstes Schiffsdeck’, im 17. Jh. aus mnd. mnl. vordecke übernommen; dann (in Anlehnung an hd. verdecken) ‘bewegliches, zurückklappbares Kutschen-, Wagendach’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Deck · ↗Schiffsdeck
Unterbegriffe
  • Freiborddeck · Vermessungsdeck
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausflugsdampfer Dampfer Deck Flugzeugträger Frachter Fähre Gesellschaftsraum Kabine Kajüte Kreuzfahrtschiff Liegestuhl Liegestühl Luke Ozeandampfer Passagier Planke Reling Rumpf Schiff Schlachtschiff Teakholz Titanic Yacht hieven laminieren ober schrubben sonnen unter überspülen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Deck‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie schwimmt dort auch an sonnigen Tagen, dann kann man auf Deck.
Der Tagesspiegel, 19.06.2001
Am liebsten würde ich die ganze Nacht hier draußen an Deck bleiben.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 12
Trotz der frühmorgendlichen Stunde stehen wir wie gebannt an Deck.
Süddeutsche Zeitung, 04.01.1994
Und nun gingen sie, einer hinter dem andern, hinauf an Deck.
Matthiessen, Wilhelm: Das Mondschiff. In: ders., Das Rote U, Bayreuth: Loewes 1980 [1949], S. 144
Als jener schauerliche Ruf zum vierten Male ertönte, stand der keuchende fette Mann an Deck.
Löhndorff, Ernst Friedrich: Südwest-Nordost, Bremen: Schünemann 1936 [1936], S. 25
Zitationshilfe
„Deck“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Deck>, abgerufen am 18.08.2019.

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