Debatte, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Debatte · Nominativ Plural: Debatten
Aussprache
WorttrennungDe-bat-te
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Debatte‹ als Erstglied: ↗Debattenkultur · ↗Debattenschrift  ·  mit ›Debatte‹ als Letztglied: ↗Asyldebatte · ↗Budgetdebatte · ↗Dopingdebatte · ↗Eintretensdebatte · ↗Fernsehdebatte · ↗Flüchtlingsdebatte · ↗Generaldebatte · ↗Haushaltsdebatte · ↗Integrationsdebatte · ↗Kopftuchdebatte · ↗Landtagsdebatte · ↗Nachrüstungsdebatte · ↗Personaldebatte · ↗Plenardebatte · ↗Programmdebatte · ↗Ratifizierungsdebatte · ↗Reformdebatte · ↗Standortdebatte · ↗Strategiedebatte · ↗Theoriedebatte · ↗Unterhausdebatte · ↗Verfassungsdebatte
eWDG, 1967

Bedeutung

Meinungsstreit, (parlamentarische) Besprechung
Beispiele:
eine kurze, lange, erregte, heftige, hitzige, lebhafte, stürmische Debatte auslösen, führen, abbrechen, schließen
die innenpolitische, außenpolitische Debatte musste vertagt werden
die Debatte verlief sachlich
eine Debatte eröffnen
in die Debatte eintreten, eingreifen
sich auf eine, keine Debatte einlassen
etw. zur Debatte stellen
dieses Problem steht (nicht) zur Debatte
eine Frage in die Debatte werfen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

debattieren · Debatte
debattieren Vb. ‘verhandeln, erörtern’, in der 1. Hälfte des 17. Jhs. aus gleichbed. frz. débattre entlehnt. Vorauf geht afrz. debatre ‘schlagen, sich streiten’, eine präfigierte Bildung, die sich an vlat. battere (für lat. battuere) ‘schlagen’ anschließt. Debatte f. ‘themengebundene Erörterung, Verhandlung, Meinungsstreit’. Das Substantiv tritt gegen Ende des 17. Jhs. auf, zuerst im Plur. Debatten. Daneben stehen die dem frz. débat m., débats (Plur.) genau entsprechenden Formen Debat und Debats. Der aus dem Plur. Debatten rückgebildete Sing. Debatte f. erscheint erst gegen Ende des 18. Jhs. Verb und Substantiv beziehen sich von Anfang an auf den politisch-juristischen Bereich, vornehmlich auf Verhandlungen in Ständevertretungen, Parlamenten, und dienen oft zur Beschreibung des englischen Parlamentssystems. Daraufhin eine Entlehnung aus dem Engl. anzunehmen, wie mehrfach versucht, ist sowohl aus formalen Gründen als auch angesichts der die gesamte Wortgruppe betreffenden Belege nicht möglich.

Thesaurus

Synonymgruppe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bundestag Zukunft aktuell anheizen anstoßen auslösen außenpolitisch beenden breit einmischen einschalten endlos entbrennen entfachen erregt führen geführt gegenwärtig gesellschaftlich heftig hitzig intensiv intern kontrovers lang lebhaft offen politisch stehen öffentlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Debatte‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nun aber lehnt die Regierung eine neue Debatte hierüber ab.
Die Zeit, 22.08.2013, Nr. 34
Es sind keine endlosen Debatten über eine zeitlich gestreckte Überleitungsgesetzgebung notwendig.
Küsters, Hans Jürgen: Entscheidung für die deutsche Einheit. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1998], S. 914
Auf diesem Treffen haben wir erfahren, daß ihr ein Interesse daran habt, euch an dieser Debatte zu beteiligen.
konkret, 1989
Man setzte auch damit die Debatte über die amerikanischen Verfassungen aus den vorangegangenen Jahren fort.
Palmer, Robert R.: Der Einfluß der amerikanischen Revolution auf Europa. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 9831
Nach einer langen Debatte einigten wir uns auf 13 Monate.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 915
Zitationshilfe
„Debatte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Debatte>, abgerufen am 12.11.2019.

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