Collage, die

Alternative SchreibungKollage
GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungCol-la-ge · Kol-la-ge
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Kunst
a)
Technik der Herstellung einer Bildkomposition durch Aufkleben von verschiedenfarbigem Papier oder anderem Material
b)
durch Aufkleben von verschiedenfarbigem Papier oder anderem Material hergestelltes Bild
2.
literarische Komposition aus verschiedenartigem sprachlichem Material
3.
Musik Komposition, die aus einer Verbindung vorgegebener musikalischer Materialien besteht
4.
das Collagieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Collage f. ‘Klebebild’. Um 1910 von G. Braque und P. Picasso erfundene und zuerst frz. papiers collés ‘zusammengeklebte Papiere’ bezeichnete Kunstart. Frz. collage m. ‘das Leimen, Aufkleben’ ist von frz. coller ‘leimen, kleben’ abgeleitet, das auf frz. colle, vlat. *colla, griech. kólla (κόλλα) ‘Leim’ zurückgeht. In der 1. Hälfte des 20. Jhs. wird Collage auch im Dt. üblich.

Thesaurus

Synonymgruppe
Collage (aus/von) · ↗Kombination · ↗Komposition · ↗Verknüpfung · ↗Zusammensetzung · ↗Zusammenspiel  ●  ↗Aneinanderreihung  abwertend · ↗Zusammenstellung  Hauptform · ↗Konstellation  geh., bildungssprachlich
Unterbegriffe
  • Punktprodukt · Skalarprodukt · inneres Produkt
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aquarell Assemblage Fotografie Fotomontage Frottage Gemälde Gouache Grafik Installation Lithographie Malerei Materialbild Mischtechnik Montage Plastik Radierung Relief Siebdruck Skulptur Zeichnung Zeitungsausschnitte dadaistisch großformatig kleinformatig kubistisch montieren surrealistisch szenisch Ölbild übermalt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Collage‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Unter ihnen sollen sich neun seltene kubistische Collagen befinden, deren Wert auf rund 40 Millionen Euro geschätzt wird.
Die Zeit, 29.11.2010 (online)
Sie hat tolle Gene - also sehr viel Collagen in der Haut.
Bild, 25.06.2002
Doch naturrein ist diese Collage nicht, jeder O-Ton vielmehr elektronisch gepanscht.
Der Spiegel, 08.03.1982
Gleichzeitig wandte er sich der Objektkunst und den Collagen zu.
o. A.: Lexikon der Kunst - B. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 25803
Diese Collage übermalte sie mit kräftigen, breiten schwarzen und blauen Pinselstrichen, Kreisen und Kringeln.
Kerner, Charlotte: Blueprint Blaupause, Weinheim: Beltz & Gelberg 1999, S. 125
Zitationshilfe
„Collage“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Collage>, abgerufen am 17.10.2019.

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