Clique, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Clique · Nominativ Plural: Cliquen
Aussprache
WorttrennungCli-que
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Clique‹ als Erstglied: ↗Cliquenwesen · ↗Cliquenwirtschaft  ·  mit ›Clique‹ als Letztglied: ↗Gaunerclique · ↗Hofclique · ↗Militärclique · ↗Regierungsclique
eWDG, 1967

Bedeutung

von einer größeren Gesamtheit sich absondernde Gruppe von Menschen, die gemeinsame Interessen hat (und sie mit allen Mitteln wahrt)
Beispiele:
wir bildeten in der Schule eine besondere Clique
Aus einem Caféhausstammtisch ... hatte sich eine kleine Clique, ein Freundschaftsbund herausgebildet [WintersteinLeben2,92]
häufig, abwertend
Beispiele:
eine bösartige, hinterlistige, feindselige Clique
eine Clique von Gaunern
gegen den Anschlag einer wurzellos internationalen Clique von Geschäftemachern [KlempererLTI45]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Clique · Cliquenwesen · Cliquenwirtschaft
Clique f. ‘Gruppe, Klüngel, Sippschaft’. Frz. clique, Ableitung von dem onomatopoetischen Verb afrz. cliquer ‘klappern, ein Geräusch machen’, ursprünglich etwa eine ‘Gruppe, die ihre Zustimmung durch Klappern (Klatschen) kundtut’. Im Dt. ist Clique seit dem 18. Jh. nachweisbar, von Anfang an pejorativ auf literarische oder politische Gruppierungen bezogen. Vgl. Cliquenwesen n. (1. Hälfte 19. Jh.), Cliquenwirtschaft f. (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bande · Clique · ↗Combo · ↗Freundeskreis  ●  ↗Blase  abwertend
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Clique · ↗Grüppchen · ↗Herde · ↗Kolonne · ↗Pulk · ↗Rudel · ↗Runde · ↗Schar · ↗Schwarm · ↗Traube · ↗Trupp · bunte Truppe  ●  ↗Korona  ugs. · lustiger Verein  ugs., fig.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
verschworene Gemeinschaft  ●  Clique  ugs. · ↗Mafia  derb, abwertend, fig., variabel
Assoziationen
Politik
Synonymgruppe
Klüngel · ↗Netzwerk  ●  Clique  franz. · ↗Koterie  franz. · ↗Seilschaft  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anführer Auto-Scooter Clan Claque Eingeweihter Geschäftemacher Günstling Klüngel Lama Pot Superreiche Verbandsfunktionär eingeschworen elitär gewissenlos herrschend herumhängen konterrevolutionär korrupt mafios parteifeindlich reaktionär rechtsextrem rechtsradikal revisionistisch rivalisierend tonangebend verbrecherisch verräterisch verschworen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Clique‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihre Clique sprach davon, noch kurz ein Erntedankfest zu besuchen.
Bild, 07.10.2003
Erst nach dem fünften geklauten Pkw flog die Clique auf.
Der Tagesspiegel, 13.01.2001
Aber zumeist verbanden sich hierbei schon bestehende Gruppen zu Cliquen von pluralistischer Struktur mit zahlreichen Teilnehmern.
Heuß, Alfred: Das Zeitalter der Revolution. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 20544
Dieser mitsamt seiner Clique hatte ihn immer fern gehalten, von entscheidenden Beschlüssen nicht verständigt, zu intimen Beratungen nicht eingeladen.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 21
Sie ersetzen diese primitivsten Grundlagen jeder Kritik durch die gemeinsame Übereinkunft von Cliquen.
Rubiner, Ludwig: Ferruccio Busonis Musikästhetik. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 16677
Zitationshilfe
„Clique“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Clique>, abgerufen am 15.10.2019.

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