Chrisam, das oder der

GrammatikSubstantiv (Neutrum, Maskulinum)
WorttrennungChri-sam (computergeneriert)
DWDS-Verweisartikel, 2016

Bedeutung

selten
Synonym zu Chrisma
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Chrisam · Chrisma
Chrisam m. n. Chrisma n. ‘geweihtes Salböl’, ahd. kris(a)mo, kres(a)mo m. (8. Jh.), mhd. kris(e)me, kres(e)me, krisem, kresem, entlehnt aus kirchenlat. chrīsma n. ‘Salbung, Ölung’, griech. chrīsma, chrīma (χρῖσμα, χρῖμα) ‘Salbung, Salbe, Salböl’, zu griech. chríein (χρίειν) ‘bestreichen, beschmieren, einreiben, salben’.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In einem feierlichen Ritus salbte er jede Glocke mit Chrisam.
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2004
Chrisam fühlt sich an wie Sperma, die Beichte widert ihn an.
Die Zeit, 11.09.2000, Nr. 37
Der Bischof wird die Hände des Kandidaten mit Chrisam, duftendem Olivenöl, salben und ihm unter der himmelhohen Lichtkuppel der Kathedrale Kelch und Hostienschale überreichen.
Der Tagesspiegel, 21.06.2004
Der Katholikos übernahm die Weihe der Bischöfe und des Chrisam, während dem Metropoliten Dionys VI. die Verwaltung der Kirchengüter übertragen wurde.
o. A.: Die Kirche in der Gegenwart. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1971], S. 17471
Chrisam ist eine Mischung aus Olivenöl, Balsam und Aromastoffen, wird u. a. bei Taufe und Firmung verwendet.
Bild, 10.04.2006
Zitationshilfe
„Chrisam“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Chrisam>, abgerufen am 21.10.2019.

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