Brustbild, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungBrust-bild
WortzerlegungBrustBild
eWDG, 1967

Bedeutung

Bild eines Menschen, das nur Kopf, Arme und Brust zeigt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Brust · Brustbild · Brustkorb · Brüstung · brüsten
Brust f. ‘Vorderteil des Oberkörpers’. Ahd. (8. Jh.; meist Plur., einen Dual fortsetzend), mhd. mnd. afries. brust, got. brusts (Plur.), mit r-Metathese afries. burst, borst, mnd. mnl. nl. borst stehen schwundstufig (germ. *brust-) neben asächs. briost, aengl. brēost, engl. breast, anord. brjōst, schwed. bröst (germ. *breust-); dazu mhd. briustern reflexiv ‘anschwellen’, asächs. brustian ‘aufbrechen, knospen’. Vergleicht man aruss. brjucho, russ. (umgangssprachlich) brjúcho (брюхо, aus *bhreuso-) ‘Unterleib, Bauch, Wanst’, air. brū (aus *bhrusō(n)) ‘Unterleib, Bauch’, bruinne (aus *bhrusni̯o-), bret. bronn, bron (aus *bhrusnā) ‘Brust’ sowie (aus dem Kelt. stammendes) ↗Brünne (s. d.), ist Rückführung auf ie. *bhreus-, eine s-Erweiterung von ie. *bhreu- ‘sprießen, schwellen’ (s. ↗Protz), im Hinblick auf die weibliche Brust (oder auch die Brustwarzen?) möglich. Weiterer Anschluß an die Wurzel ie. *bher(ə)- ‘aufwallen’ (s. ↗Brot) ist denkbar. Brustbild n. ‘Bildnis der oberen Körperpartie’ (15. Jh.). Brustkorb m. ‘System der die Brusthöhle umfassenden Knochen (Rippen)’ (19. Jh.). Brüstung f. ‘brusthohe (Schutz)wand’ (18. Jh.). brüsten Vb. reflexiv ‘prahlen’, mhd. brüsten reflexiv ‘sich in die Brust werfen’, gebrüstet ‘mit einer Brust versehen’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Porträt frontal lebensgroß malen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Brustbild‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese Fotografie ist ein Brustbild des auf dem Rücken liegenden Toten.
Süddeutsche Zeitung, 12.02.2002
Eine Kamera ist auf den Zeugen gerichtet und darf maximal bis zu seinem Brustbild an ihn heranzoomen.
Der Tagesspiegel, 21.04.2005
Die als Malerei kaum minder köstlichen Brustbilder und Köpfe der gleichen Jahre sind bezeichnenderweise im Physiognomischen weniger erschließend.
Beenken, Hermann: Das Neunzehnte Jahrhundert in der deutschen Kunst, München: Bruckmann 1944, S. 408
Dort zur Seite stand noch ein zweiter Mauritius, ein silbernes Brustbild.
Weismantel, Leo: Die höllische Trinität, Berlin: Union-Verl.1966 [1943], S. 890
Es sind sorgfältig ausgeführte, auf Repräsentation zielende lebensgroße Darstellungen in ganzer Figur oder Brustbilder, aber auch Köpfe en miniature.
o. A.: Lexikon der Kunst - P. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1993], S. 10832
Zitationshilfe
„Brustbild“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Brustbild>, abgerufen am 21.04.2019.

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