Brise, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Brise · Nominativ Plural: Brisen
Aussprache
WorttrennungBri-se (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Brise‹ als Letztglied: ↗Abendbrise · ↗Morgenbrise · ↗Ostbrise
eWDG, 1967

Bedeutung

(günstiger) Seewind
Beispiele:
eine leichte, schwache, lebhafte, frische, kühle, steife, stürmische, schwere, gute Brise
eine Brise erhob sich, sprang auf
vom Meere her wehte eine Brise, kam eine Brise auf, blies eine Brise
die Brise legte sich
Seemannssprache die Brise frischt auf
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Brise f. ‘Seewind’, seit der 1. Hälfte des 18. Jhs. im Dt. bezeugt. Voraus gehen katalan. brisa ‘Schneewind’ (15. Jh.), dann (seit dem 16. Jh.) span. port. brisa, engl. breeze (älter brize), mfrz. brize, frz. brise, obital. (älter) brisa ‘Nordostwind’. Die weitere Herkunft des in allen germ. und roman. Sprachen verbreiteten Substantivs (vgl. auch nl. bries, dän. brise, norw. schwed. bris) ist unklar; man nimmt an, daß es aus dem Iberoroman. im 16. Jh. ins Engl. entlehnt wird und von hier in die übrigen Sprachen vordringt, u. a. auch ins Dt. und (im 19. Jh.) ins Nl. Aber auch fries. Herkunft (ostfries. brīse) mit Weiterverbreitung durch frz. Vermittlung wird erwogen.

Thesaurus

Synonymgruppe
(leichter) Zug · Brise · ↗Lufthauch · ↗Windhauch · leichte Luftbewegung · schwacher Wind  ●  ↗(laues) Lüftchen  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Antonyme
  • Brise

Typische Verbindungen
computergeneriert

Sonnenschein auffrischen blasen blähen durchwehen entgegenwehen erfrischend frisch fächeln hereinwehen herwehen herüberwehen kräuseln kämmen kühl kühlen kühlend lau leicht lind mild pusten rascheln salzig sanft sommerlich steif stet umwehen wehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Brise‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zu gerne läßt sie sich eine steife Brise um die Ohren wehen.
Bild, 21.04.2005
Der Wind schickt an diesem Morgen eine frische Brise vom Öresund herüber.
Die Welt, 10.09.1999
Obwohl es ihnen heiß war, lächelten sie, jede eine heitere Brise.
Roth, Joseph: Radetzkymarsch, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1978 [1932], S. 357
Damit Ihnen Ihre Welt nie zu eng wird, gibt es Prestige, eine Brise von Weite und Meer.
Bachmann, Ingeborg: Malina, Gütersloh: Bertelsmann 1992 [1971], S. 204
Am frühen Vormittag genossen die Bürger Münchens schon so etwas wie eine kühle Brise.
P. M.: Peter Moosleitners interessantes Magazin, 1985, Nr. 7
Zitationshilfe
„Brise“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Brise>, abgerufen am 14.10.2019.

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