Bremse, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bremse · Nominativ Plural: Bremsen
Aussprache
WorttrennungBrem-se
Wortbildung mit ›Bremse‹ als Erstglied: ↗Bremsanlage · ↗Bremsassistent · ↗Bremsbacke · ↗Bremsband · ↗Bremsbefehl · ↗Bremsbelag · ↗Bremsberg · ↗Bremsbewegung · ↗Bremsdüse · ↗Bremseinrichtung · ↗Bremselektronik · ↗Bremsfallschirm · ↗Bremsfläche · ↗Bremsflüssigkeit · ↗Bremshebel · ↗Bremshilfe · ↗Bremskette · ↗Bremsklappe · ↗Bremsklotz · ↗Bremskraft · ↗Bremslicht · ↗Bremsmanöver · ↗Bremspedal · ↗Bremsprobe · ↗Bremsprogramm · ↗Bremsprüfung · ↗Bremsrakete · ↗Bremsscheibe · ↗Bremsschuh · ↗Bremsspur · ↗Bremsstrahlung · ↗Bremsstrecke · ↗Bremssystem · ↗Bremstrommel · ↗Bremsvorrichtung · ↗Bremsweg · ↗Bremswirkung · ↗Bremszeit · ↗Bremszylinder · ↗Bremsöl
 ·  mit ›Bremse‹ als Letztglied: ↗Auflaufbremse · ↗Ausgabenbremse · ↗Backenbremse · ↗Bandbremse · ↗Dampfbremse · ↗Druckluftbremse · ↗Exportbremse · ↗Felgenbremse · ↗Feststellbremse · ↗Flüssigkeitsbremse · ↗Flüsterbremse · ↗Freilaufbremse · ↗Fußbremse · ↗Genickschussbremse · ↗Getriebebremse · ↗Gleisbremse · ↗Handbremse · ↗Hinterradbremse · ↗Innenbremse · ↗Karpenterbremse · ↗Klotzbremse · ↗Knorr-Bremse · ↗Kurzschlussbremse · ↗Lamellenbremse · ↗Luftbremse · ↗Luftdruckbremse · ↗Magnetbremse · ↗Mietpreisbremse · ↗Motorbremse · ↗Notbremse · ↗Parkbremse · ↗Preisbremse · ↗Reformbremse · ↗Reibungsbremse · ↗Rotzbremse · ↗Rücktrittbremse · ↗Saugluftbremse · ↗Scheibenbremse · ↗Schibremse · ↗Schienenbremse · ↗Schnellbremse · ↗Schuldenbremse · ↗Skibremse · ↗Spaßbremse · ↗Tempobremse · ↗Totmannbremse · ↗Trommelbremse · ↗Vakuumbremse · ↗Vierradbremse · ↗Vorderradbremse · ↗Wachstumsbremse · ↗Wagenbremse · ↗Zweikreisbremse · ↗Öldruckbremse
eWDG, 1967

Bedeutung

Vorrichtung zum Verlangsamen oder Anhalten der Bewegung von einer Welle, Achse, einem Rad
Beispiele:
eine elektrische, elektromagnetische, hydraulische, automatische Bremse
die Bremse betätigen, (an)ziehen, einschalten, lösen
die Bremsen kreischen, quietschen
auf die Bremse treten
die Bremsen haben versagt
ein Tritt auf die Bremse brachte das Auto zum Stehen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bremse1 · Breme
Bremse1 f. Name aller blutsaugenden, zumal das Vieh quälenden Stechfliegen (Viehbremse), aber auch aller nichtstechenden Fliegen, deren Larven im lebenden Gewebe des Viehs parasitieren, ahd. (9. Jh.), asächs. brimissa, mnd. brȫm(e)se, bremse, mnl. bremse, breemse, nl. brems, aengl. brimsa, dän. bremse, germ. *bremisijō-. Ahd. brimissa setzt sich nicht fort, dagegen dringt die nd. Form Bremse im 16. Jh. in die hd. Schriftsprache ein und verdrängt das dort bis dahin übliche Breme f. das md. und obd. Mundarten bis heute bewahren; vgl. ahd. bremo (8. Jh.), brema, bremma (Hs. 12. Jh., vgl. bremakunni ‘Bremsengattung’, 8. Jh.), mhd. breme, brem, asächs. bremo, bremmia, germ. *brema-, *bremō-. Sämtliche Namensformen sind Bildungen zu einem Verb ahd. breman, mhd. bremen ‘brummen, brüllen’, das im Nhd. zugunsten des ablautenden ↗brummen (s. d., wo Weiteres zu Herkunft und Verwandtschaft) aufgegeben wird. Die Breme, Bremse heißt (nach ihrem Fluggeräusch) die ‘Brummende’.

Bremse2 · bremsen
Bremse2 f. ‘Hemmvorrichtung’, spätmhd. bremse, auch premse ‘Klammer, die man wilden Pferden über die Nase legt, Maulkorb’, später übertragen auf die Vorrichtung zur Hemmung eines Räderwerks, eines Fahrzeugs, geht zurück auf mnd. premese ‘Maulholz, Zügel’, das als Gerätebezeichnung mit dem Suffix germ. -isjō als Ableitung zu mnd. pramen, mnl. prāmen, nl. pramen ‘pressen, drücken’ gilt. Die weitere Herkunft ist unklar. Davon abgeleitet bremsen Vb. ‘die Geschwindigkeit verlangsamen’. Frühbeleg Mitte des 14. Jhs. premezen ‘bändigen’, mnd. premsen ‘das Maulholz anlegen, bremsen’, jedoch kontinuierlich erst seit dem 16. Jh. bezeugt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bremse · ↗Pferdebremse · Pferdefliege
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antiblockiersystem Auspuff Beleuchtung Beschleunigen Fahrwerk Federung Gas Gasgeben Gaspedal Getriebe Kupplung Lenken Lenkung Reifen Schaltung Stoßdämpfer Tritt angezogen defekt elektrohydraulisch elektromechanisch hydraulisch kreischen quietschen quietschend standfest treten versagen zupacken zupackend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bremse‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich bin auf die Bremsen gestiegen, dann verriss ich das Steuer, um noch auszuweichen.
Bild, 26.02.2004
Dafür hätte er nur einmal auf die Bremse treten müssen.
Der Tagesspiegel, 13.05.2002
Die Bremse reagiert schon auf den leisesten Druck mit dem Fuß.
o. A.: Betriebsanleitung, Wolfsburg: Volkswagenwerk AG 1961, S. 13
Bevor er aber weiterfährt, muß er die Bremse auskühlen lassen.
Dillenburger, Helmut: Das praktische Autobuch, Gütersloh: Bertelsmann 1965 [1957], S. 255
Da die Solidarität der Arbeiterschaft bei dem schließlich von ihm herbeigeführten offenen Bruch versagte, war dies »Bremsen« vergeblich gewesen.
Weber, Max: Zur Psychophysik der industriellen Arbeit. In: Weber, Marianne (Hg.), Gesammelte Aufsätze zur Soziologie und Sozialpolitik, Tübingen: Mohr 1924 [1908], S. 150
Zitationshilfe
„Bremse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Bremse#1>, abgerufen am 17.10.2019.

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Bremse, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bremse · Nominativ Plural: Bremsen
Aussprache
WorttrennungBrem-se
Wortbildung mit ›Bremse‹ als Erstglied: ↗Bremsenplage · ↗Bremsenschwarm · ↗Bremsenstich · ↗Bremsfliege
 ·  mit ›Bremse‹ als Letztglied: ↗Goldaugenbremse · ↗Pferdebremse · ↗Regenbremse · ↗Rinderbremse · ↗Schafbremse · ↗Schafsbremse · ↗Viehbremse
eWDG, 1967

Bedeutung

artenreiche, große Fliege mit langen, breiten Flügeln und buntschillernden, großen Augen, die tierische und pflanzliche Säfte saugt und besonders an heißen Tagen sehr lästig wird
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bremse1 · Breme
Bremse1 f. Name aller blutsaugenden, zumal das Vieh quälenden Stechfliegen (Viehbremse), aber auch aller nichtstechenden Fliegen, deren Larven im lebenden Gewebe des Viehs parasitieren, ahd. (9. Jh.), asächs. brimissa, mnd. brȫm(e)se, bremse, mnl. bremse, breemse, nl. brems, aengl. brimsa, dän. bremse, germ. *bremisijō-. Ahd. brimissa setzt sich nicht fort, dagegen dringt die nd. Form Bremse im 16. Jh. in die hd. Schriftsprache ein und verdrängt das dort bis dahin übliche Breme f. das md. und obd. Mundarten bis heute bewahren; vgl. ahd. bremo (8. Jh.), brema, bremma (Hs. 12. Jh., vgl. bremakunni ‘Bremsengattung’, 8. Jh.), mhd. breme, brem, asächs. bremo, bremmia, germ. *brema-, *bremō-. Sämtliche Namensformen sind Bildungen zu einem Verb ahd. breman, mhd. bremen ‘brummen, brüllen’, das im Nhd. zugunsten des ablautenden ↗brummen (s. d., wo Weiteres zu Herkunft und Verwandtschaft) aufgegeben wird. Die Breme, Bremse heißt (nach ihrem Fluggeräusch) die ‘Brummende’.

Bremse2 · bremsen
Bremse2 f. ‘Hemmvorrichtung’, spätmhd. bremse, auch premse ‘Klammer, die man wilden Pferden über die Nase legt, Maulkorb’, später übertragen auf die Vorrichtung zur Hemmung eines Räderwerks, eines Fahrzeugs, geht zurück auf mnd. premese ‘Maulholz, Zügel’, das als Gerätebezeichnung mit dem Suffix germ. -isjō als Ableitung zu mnd. pramen, mnl. prāmen, nl. pramen ‘pressen, drücken’ gilt. Die weitere Herkunft ist unklar. Davon abgeleitet bremsen Vb. ‘die Geschwindigkeit verlangsamen’. Frühbeleg Mitte des 14. Jhs. premezen ‘bändigen’, mnd. premsen ‘das Maulholz anlegen, bremsen’, jedoch kontinuierlich erst seit dem 16. Jh. bezeugt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bremse · ↗Pferdebremse · Pferdefliege
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antiblockiersystem Auspuff Beleuchtung Beschleunigen Fahrwerk Federung Gas Gasgeben Gaspedal Getriebe Kupplung Lenken Lenkung Reifen Schaltung Stoßdämpfer Tritt angezogen defekt elektrohydraulisch elektromechanisch hydraulisch kreischen quietschen quietschend standfest treten versagen zupacken zupackend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bremse‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich bin auf die Bremsen gestiegen, dann verriss ich das Steuer, um noch auszuweichen.
Bild, 26.02.2004
Dafür hätte er nur einmal auf die Bremse treten müssen.
Der Tagesspiegel, 13.05.2002
Die Bremse reagiert schon auf den leisesten Druck mit dem Fuß.
o. A.: Betriebsanleitung, Wolfsburg: Volkswagenwerk AG 1961, S. 13
Bevor er aber weiterfährt, muß er die Bremse auskühlen lassen.
Dillenburger, Helmut: Das praktische Autobuch, Gütersloh: Bertelsmann 1965 [1957], S. 255
Da die Solidarität der Arbeiterschaft bei dem schließlich von ihm herbeigeführten offenen Bruch versagte, war dies »Bremsen« vergeblich gewesen.
Weber, Max: Zur Psychophysik der industriellen Arbeit. In: Weber, Marianne (Hg.), Gesammelte Aufsätze zur Soziologie und Sozialpolitik, Tübingen: Mohr 1924 [1908], S. 150
Zitationshilfe
„Bremse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Bremse#2>, abgerufen am 17.10.2019.

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