Brecher, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Brechers · Nominativ Plural: Brecher
WorttrennungBre-cher
Wortzerlegungbrechen1-er
Wortbildung mit ›Brecher‹ als Letztglied: ↗Bahnbrecher · ↗Blockadebrecher · ↗Ehebrecher · ↗Eisbrecher · ↗Gesetzesbrecher · ↗Herzensbrecher · ↗Kegelbrecher · ↗Knochenbrecher · ↗Marmorbrecher · ↗Mauerbrecher · ↗Preisbrecher · ↗Rechtsbrecher · ↗Sorgenbrecher · ↗Sperrbrecher · ↗Steinbrecher · ↗Streikbrecher · ↗Tabubrecher · ↗Wellenbrecher · ↗Zahnbrecher · ↗Zungenbrecher
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Maschine zur Zerkleinerung von festem Gestein
2.
Woge mit überstürzendem Kamm und besonders starkem, plötzlichem Anprall
Synonym zu Sturzsee
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

brechen · Brecher · aufbrechen · Aufbruch · ausbrechen · einbrechen · Einbruch · Einbrecher · gebrechen · Gebrechen · gebrechlich · verbrechen · Verbrechen · Verbrecher · verbrecherisch
brechen Vb. ‘in Stücke teilen, zerfallen’, ahd. brehhan ‘brechen, reißen, vernichten’ (8. Jh.), mhd. brechen, asächs. brekan, mnd. mnl. brēken, nl. breken, afries. breka, aengl. brecan, engl. to break, got. brikan (germ. *brekan) sind verwandt mit den im Ablautverhältnis stehenden Bildungen ↗Brache, ↗Bruch m. und ↗Brocken (s. d.) sowie mit lat. frangere ‘(zer)brechen’ (mit nur präsentischem n; s. ↗Fraktur), so daß sich ie. *bhreg̑- ‘brechen, krachen’ als Ausgangsform erschließen läßt. Brecher m. ‘Sturzsee’ (19. Jh., nach engl. breaker). aufbrechen Vb. ‘sich auf den Weg machen, gewaltsam öffnen’, mhd. ūfbrechen; Aufbruch m. mhd. ūfbruch. ausbrechen Vb. ahd. ūʒbrehhan (Hs. 13. Jh.), mhd. ūʒbrechen. einbrechen Vb. ‘gewaltsam eindringen’, ahd. inbrehhan ‘eindringen, hineinstürzen’ (9. Jh.), mhd. īnbrechen; Einbruch m. mhd. īnbruch ‘das Eindringen, Eingriff, Schaden’; Einbrecher m. ‘wer gewaltsam eindringt und sich an fremdem Eigentum vergreift’ (16. Jh.). gebrechen Vb. ‘fehlen, mangeln’, mhd. gebrechen ‘brechen, fehlen, mangeln’; nur noch in es gebricht (mir) an etw., z. B. an Geld, Zeit, Mut (d. h. etw. bricht „geht“ mir ab, daher ‘es fehlt mir’). Vgl. ahd. gibrehhan ‘zerschmettern’, reflexiv ‘sich unterwerfen’ (11. Jh.). Dazu gehört der substantivierte Infinitiv Gebrechen n. ‘körperlicher Fehler, Krankheit’ (14. Jh.); vgl. dagegen mhd. gebreche m. ‘Mangel, Beschwerde, Krankheit’; gebrechlich Adj. ‘hinfällig’, mhd. gebrechlich. verbrechen Vb. ‘das Gesetz brechen, sich schwer vergehen’, ahd. firbrehhan (9. Jh.), mhd. verbrechen ‘zerschlagen, zerstören’, ursprünglich verstärktes brechen (wie zerbrechen), doch schon in mhd. Rechtssprache ‘eine Verbindlichkeit, ein Gebot übertreten, verletzen’. Der substantivierte Infinitiv Verbrechen n. ‘Straftat, schweres Vergehen’ in diesem juristischen Sinne erst im 17. Jh. Verbrecher m. ‘Gesetzesbrecher’ (17. Jh.); dagegen bezeichnet mhd. frühnhd. verbrecher jeden, der sich eines kleinen Vergehens schuldig macht. verbrecherisch Adj. (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Dicke · Dicker  ●  dicker Mensch  Hauptform · Brecher  ugs. · ↗Brocken  ugs. · ↗Brummer  ugs. · ↗Dampfwalze  ugs. · ↗Dickerchen  ugs. · ↗Dickmadam  ugs. · ↗Dickwanst  derb · ↗Elefantenküken  ugs. · ↗Fass  derb · ↗Fettbauch  derb · ↗Fettkloß  derb · ↗Fettmops  ugs. · ↗Fettsack  derb · ↗Fettwanst  derb · ↗Fleischberg  derb · ↗Koloss  ugs. · ↗Kugel  ugs. · ↗Moppel  ugs. · ↗Mops  ugs. · Person von Gewicht  ugs., ironisch · ↗Prachtexemplar  ugs., ironisch · ↗Pummelchen  ugs. · Quetschwurst  derb · ↗Rollmops  ugs. · ↗Schwergewicht  ugs., ironisch · ↗Tonne  derb · fette Sau  derb · fettes Schwein  derb
Oberbegriffe
Assoziationen
Geografie
Synonymgruppe
Brecher · ↗Grundsee · ↗Welle · ↗Woge
Oberbegriffe
  • Wasser  Hauptform · Aqua  fachspr., lat. · H2O  fachspr., Abkürzung · H₂O  fachspr., Abkürzung · ↗Nass  geh. · Quell des Lebens  geh., poetisch · blaues Gold  geh., literarisch · das nasse Element  geh., literarisch · kostbares Nass  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Meer Schiff See Strand Sturm echt gefährlich gewaltig haushoch hoch jagen meterhoch riesig rollen schwer zusammenschlagen überspülen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Brecher‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Kleine Gruppen von Überlebenden schwimmen in tosender See, werden immer wieder unter gewaltigen Brechern begraben.
Bild, 03.01.2002
Und dann geht es hinaus in Nacht und Sturm und tobende Brecher.
Völkischer Beobachter (Berliner Ausgabe), 03.03.1935
Ich sah den ersten Brecher in dem schwachen Sternenlicht herankommen wie ein unmeßbar riesenhaftes schwarzes Ungetüm.
Traven, B.: Das Totenschiff, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1929 [1926], S. 240
Schon 1896 führte Richard Strauss eine Komposition des jungen Brecher auf.
Fath, Rolf: Personen - B. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 4091
In manchen Buchten warfen die Brecher von Schutt und Vogelkot bedeckte Eisschollen an den Strand.
Ransmayr, Christoph: Die letzte Welt, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1990], S. 6
Zitationshilfe
„Brecher“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Brecher>, abgerufen am 24.04.2019.

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