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Braut, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Braut · Nominativ Plural: Bräute
Aussprache
Wortbildung mit ›Braut‹ als Erstglied: ↗Brautausstatter · ↗Brautausstattung · ↗Brautbett · ↗Brautbukett · ↗Brauteltern · ↗Brautführer · ↗Brautgemach · ↗Brautgeschenk · ↗Brautjungfer · ↗Brautkleid · ↗Brautkranz · ↗Brautkrone · ↗Brautleute · ↗Brautlinnen · ↗Brautmutter · ↗Brautnacht · ↗Brautpaar · ↗Brautraub · ↗Brautschatz · ↗Brautschau · ↗Brautschleier · ↗Brautschuh · ↗Brautstaat · ↗Brautstand · ↗Brautvater · ↗Brautwerber · ↗Brautwerbung · ↗Brautzeit · ↗Brautzug
 ·  mit ›Braut‹ als Letztglied: ↗Christusbraut · ↗Gottesbraut · ↗Rockerbraut · ↗Seelenbraut · ↗Seemannsbraut · ↗Soldatenbraut
eWDG, 1967

Bedeutung

Frau, die einem Mann versprochen hat, ihn zu heiraten, Verlobte
Beispiele:
er hat schon eine Braut
er stellte dem Freund seine Braut vor
umgangssprachlich sich nach einer Braut umsehen (= eine Braut suchen)
eine junge, hübsche, glückliche, strahlende Braut
seine heimliche Braut
veraltend er hatte sie zu seiner Braut erkoren
Religion, gehoben eine Braut Christi (= Nonne)
Die Braut von Messina [SchillerBraut v. MessinaTitel]
Frau an ihrem Hochzeitstage
Beispiele:
die reich geschmückte Braut
das ›Ja‹ der Braut
die Schleppe, das Gefolge der Braut
veraltend die Braut heimführen
Religion, gehoben die Braut zum Altar führen
salopp, abwertend Geliebte
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Braut · bräutlich · Brautlauf
Braut f. ‘Verlobte, (junge) Frau am Hochzeitsstag’, ahd. (9. Jh.), mhd. brūt ‘Frau am Hochzeitstag, junge Frau’, asächs. brūd, mnd. brūt, mnl. bruut, nl. bruid, afries. breid, aengl. brȳd, engl. bride, anord. brūðr, got. brūþs, germ. *brūdi-; außergerm. Verwandte dagegen fehlen, so daß die Etymologie trotz zahlreicher Herleitungsversuche letztlich ungeklärt bleibt; vgl. Debus in: Dt. Wortforsch. in europ. Bezügen 1 (1958) 37 ff. Bezeugungen (seit 3. Jh.) von lat. brūtes, brūta, spätgriech. brū́tis (βρούτις) auf Inschriften und in Glossaren Dalmatiens erklären sich als Entlehnungen aus dem Got. Die Bedeutung ‘Verlobte’ stammt aus dem Omd. und wird seit Luther allgemein gültig. bräutlich Adj. ahd. brūtlīh (9. Jh.), mhd. brūtlich. Brautlauf m. ‘Hochzeit’, ahd. brūt(h)louft m. f. (8. Jh.), mhd. brūtlouft m. f. n., asächs. brūdloht, -lōft, mnd. brūtlacht, mnl. brulogt, nl. bruiloft, anord. brūðhlaup, bruðlaup, brullaup, (aus dem Anord. entlehnt) aengl. brydhlōp. Das germ. Wort (nicht belegt im Got.) für den ‘(feierlichen) Hochzeitszug’ ist gebildet aus germ. *brūdi- ‘Braut’ (s. oben) und den Verbalanstrakta germ. *hlaupa- oder *hlaufti- ‘Lauf’ (s. ↗laufen).

Thesaurus

Synonymgruppe
(eine) Eva · ↗(eine) Sie · ↗Dame · ↗Evastochter · ↗Frauensperson · Vertreterin des schönen Geschlechts · Vertreterin des weiblichen Geschlechts · ↗Weibsbild · weibliche Person · weiblicher Mensch  ●  ↗Frau  Hauptform · ↗Frauenzimmer  veraltet · Person weiblichen Geschlechts  Amtsdeutsch · ↗Weib  veraltend, abwertend · weibliches Wesen  scherzhaft · Braut  ugs., salopp · ↗Grazie (eingeschränkter Gebrauch)  ugs. · ↗Kalle  derb, Gaunersprache · ↗Lady  ugs., salopp, engl. · ↗Mutti  ugs. · ↗Perle  ugs., regional, salopp · ↗Schnalle  ugs., salopp · ↗Tante  ugs. · ↗Trine  ugs., schimpfwort, selten · ↗Weibsen  ugs., Plural, abwertend, scherzhaft · ↗Weibsperson  ugs. · ↗Weibsstück  derb, abwertend
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Antonyme
  • Braut  ugs., salopp

Typische Verbindungen
computergeneriert

Braut Bräutigam Eltern Hochzeit Hochzeitskleid Hochzeitsnacht Kleid Kronprinz Mitgift Schleier Traualtar Trauung Weiß blond gekauft heimführen heiraten herausputzen hübsch jungfräulich küssen mechanisch schmücken schwanger syrisch umworben verkauft verlassen verschmäht zukünftig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Braut‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Am Morgen danach ließ er seine jeweilige Braut töten, dann konnte sie ihm nicht untreu sein.
Der Tagesspiegel, 02.11.2001
Von den Zinsen sollte die jeweilige Braut 30 Taler (90 Mark) erhalten.
Die Welt, 12.05.2000
Wie werden die Männer wieder mit ihren eigentlichen Bräuten zurechtkommen?
Fath, Rolf: Rollen - F. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 9758
An dieses Bild wird sich die träumende Braut am Morgen nicht mehr erinnern.
Süddeutsche Zeitung, 18.01.1996
Er sagte: er schlafe bei seiner Braut, er müsse aber anderswo gemeldet sein.
Friedländer, Hugo: Die Ermordung der achtjährigen Lucie Berlin. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 6432
Zitationshilfe
„Braut“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Braut>, abgerufen am 22.04.2019.

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