Bimsstein, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungBims-stein (computergeneriert)
WortzerlegungBimsStein
eWDG, 1967

Bedeutung

handliches Stück eines grauen, porösen, schaumig wirkenden Vulkangesteins
Beispiel:
die Hände mit Bimsstein abreiben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bims · Bimsstein · bimsen · Bimse
Bims, Bimsstein m. Die heutige Bezeichnung des porösen grauen vulkanischen Glasgesteins, eine verdeutlichende Zusammensetzung (wie gleichbed. aengl. pumicstān, engl. pumicestone, nl. puimsteen), wird im 16. Jh. üblich. Vorher gilt einfaches ahd. pumiʒ (9. Jh.), mhd. bumeʒ und (synkopiert) pumʒ sowie bimʒ (mit Entrundung), frühnhd. Bims; vgl. auch mnd. pomes, pemesse, mnl. pomse, pums. Zugrunde liegt lat. pūmex (Genitiv pūmicis) ‘Bimsstein’, wohl in einer vlat. Form *pumice mit kurzem Stammvokal. Dieser auf das schaumartige Aussehen hinweisende, zu lat. spūma ‘Schaum, Gischt’ (s. auch ↗abgefeimt) gehörende lat. Ausdruck wird früh ins Westgerm. entlehnt. Aus dem Dt. übernommen sind dän. pimpsten, schwed. pim(p)sten und wahrscheinlich auch (auf dem Wege über das Westslaw., vgl. tschech. pemza) russ. pémza (пемза) ‘Bimsstein’. Von frühnhd. Bims abgeleitet ist bimsen Vb. ‘mit Bimsstein glätten’ (15. Jh.), dann in der Soldatensprache ‘drillen, schinden’ (Ende 19. Jh.; vgl. die ähnliche Bedeutungsentwicklung von schleifen), auch ‘mühsam lernen, einpauken’ (20. Jh.). Umgangssprachlich ‘schlagen, verprügeln’ (19. Jh.); Bimse Plur. ‘Prügel’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bims · Bimsstein

Typische Verbindungen
computergeneriert

Asche Lava

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bimsstein‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie haben verstärkte Versen und sind ideal für Männer, die raue Versen haben und sich nicht so gerne die Versen mit Bimsstein abrubbeln.
Der Tagesspiegel, 23.05.2002
Es handele sich offenbar um leichten Bimsstein, der von einem Unterwasser-Vulkan ausgestoßen worden sei.
Die Zeit, 30.08.2012 (online)
Schleifpapier oder eine Art Bimsstein mache die Scheibe matt und zerkratze sie großflächig.
Die Welt, 15.11.1999
Stark verschmutzte Wildlederschuhe bekommt man mit etwas Sandpapier oder einem Bimsstein wieder richtig sauber.
Bild, 13.10.1997
Durch Satinierung und Politur (mit Elfenbein, Bimsstein, Muscheln) wurden Tintenfestigkeit und Schreibglätte erreicht.
o. A.: Lexikon der Kunst - P. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1993], S. 18189
Zitationshilfe
„Bimsstein“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Bimsstein>, abgerufen am 15.10.2019.

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