Bestie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bestie · Nominativ Plural: Bestien
Aussprache
WorttrennungBes-tie
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Bestie‹ als Letztglied: ↗Kriegsbestie
eWDG, 1967

Bedeutung

großes, wildes Tier
Beispiele:
eine grausame, blutgierige, lauernde, große Bestie
die Bestie zähmen, dressieren, erschießen
die Bestie zerfleischte ihm den Arm
abwertend vom Menschen
Beispiele:
sie ist eine Bestie in Menschengestalt
die Bestie im Menschen wecken
jmd. verwandelt sich in eine (wilde, reißende) Bestie
jmdn. eine Bestie schimpfen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bestie · Biest · bestialisch · Bestialität
Bestie f. ‘wildes Tier, grausamer Mensch’, mhd. bestie, entlehnt aus lat. bēstia ‘Tier, insbesondere wildes Tier’. Biest n. ‘bösartiges Tier, hinterhältiger Mensch’ (16. Jh.), entstanden im Nd. aus mnd. bēst ‘Tier’ (nd. Beest), dessen gedehntes ē sich in einigen nd. Mundarten zu langem ī entwickelt (vgl. Öhmann in: ZfdWf. 18 (1962) 96 ff.); die mnd. Form geht über mnl. beest(e) auf afrz. beste ‘Tier’ (frz. bête) zurück, das vielleicht auf einem vlat. *besta, mit größerer Wahrscheinlichkeit aber unmittelbar auf lat. bēstia (s. oben) beruht. bestialisch Adj. ‘grausam’ (16. Jh.), vgl. spätlat. bēstiālis ‘tierisch, wild’, afrz. frz. bestial ‘tierisch, roh’ (afrz. auch ‘dumm’). Bestialität f. ‘Grausamkeit, Unmenschlichkeit’ (Anfang 17. Jh.), vgl. mlat. bestialitas, mfrz. frz. bestialité ‘tierisches Verhalten, Wildheit, Roheit’, afrz. bestiauté ‘Roheit, Dummheit’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bestie · Bestie in Menschengestalt · ↗Bluthund · ↗Scheusal · ↗Ungeheuer · ↗Unmensch  ●  ↗Satan  fig. · ↗Teufel  fig. · ↗Monster  ugs.
Oberbegriffe
  • unangenehme Person  ●  ↗Unsympath  männl. · Unsympathin  weibl.
Assoziationen
Synonymgruppe
Bestie · ↗Biest · ↗Chimäre · ↗Kreatur · ↗Monster · ↗Monstrum · ↗Scheusal · ↗Schimäre · ↗Ungeheuer · ↗Ungetüm · ↗Untier
Unterbegriffe
  • Cetus · Keto · Ketos

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fraß Klaue Köder Menschengestalt Monster Nachruf Zähmung beißwütig blond blutgierig blutrünstig brüllend bändigen erlegen faschistisch fauchend gezähmt mordend mordlüstern männermordend mörderisch reißend sadistisch schlummernd tollwütig wild zerquetschen zähmen zähnefletschend Übermensch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bestie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber erst nach vielen Jahren gelang es ihm, dem Wolf das Image der blutrünstigen Bestie zu nehmen.
Die Welt, 24.05.2003
Jetzt wollen sie mit der Bestie reden, sogar schon in den nächsten Tagen.
Die Zeit, 02.05.2008, Nr. 19
In den folgenden Jahren bricht die Bestie in ihm aus.
Bild, 27.10.2000
Ist also der »Satan«, die »Bestie« in uns noch immer nicht genügend niedergeknüppelt?
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 266
Jetzt waren die Bestien noch vier Meter von der Kamera entfernt.
Rangnow, Rudolf: Tropenpracht und Urwaldnacht, Braunschweig: Gustav Wenzel & Sohn 1938 [1938], S. 68
Zitationshilfe
„Bestie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Bestie>, abgerufen am 25.08.2019.

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