Beschuss, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Beschusses · Nominativ Plural: Beschüsse · wird meist im Singular verwendet
WorttrennungBe-schuss
Grundformbeschießen
Ungültige SchreibungBeschuß
Rechtschreibregeln§ 2, § 25 (E1)
Wortbildung mit ›Beschuss‹ als Letztglied: ↗Artilleriebeschuss · ↗Elektronenbeschuss · ↗Fernbeschuss · ↗Granatwerferbeschuss · ↗Neutronenbeschuss
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Militär zielgerichtetes Feuer
Beispiele:
die Stadt lag, stand unter schwerem Beschuss (= wurde stark beschossen)
das Hinterland lag unter Beschuss der feindlichen Artillerie
die Truppen nahmen, hielten die Regierungsgebäude unter Beschuss
bei Beschuss den Bunker nicht verlassen
2.
Physik das Beschießen
entsprechend der Bedeutung von beschießen (Lesart 2)
Beispiel:
der Beschuss mit Neutronen, Alphastrahlen

Thesaurus

Synonymgruppe
Beschuss · ↗Feuergefecht · ↗Gewehrfeuer · ↗Kugelhagel · ↗Kugelregen · ↗Kugelwechsel  ●  ↗Schießerei  Hauptform · ↗Schusswechsel  Hauptform · (die) Kugeln pfeifen (jemandem) um die Ohren  ugs. · ↗Ballerei  ugs. · ↗Geballer  ugs. · ↗Geschieße  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Artillerie Belagerung Bordwaffe Flüchtlingstreck Granate Grenzort Handfeuerwaffe Heckenschütze Konvoi Mörsergranat Neutron Panzerfaust Rakete Raketenwerfer Regierungstruppe Siedlung Wohngebiet Wohnviertel Zivilist feindlich fortgesetzt fortwährend geraten heftig irrtümlich massiv raten serbisch unterbinden versehentlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Beschuss‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer sie besetzt hielt, konnte die Stadt unter freien Beschuss nehmen.
Der Tagesspiegel, 30.07.2000
Dieser Zug geriet unter schweren Beschuß, und es gab viele Tote.
Maltzan, Maria von: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, Berlin: Ullstein 1998 [1986], S. 83
Bei der oppositionellen Labour Party kam der Plan sofort unter Beschuß.
Die Zeit, 07.12.1973, Nr. 50
Bei schwerem Beschuß aber sitzt man in der Mausefalle und sucht daher lieber die Tiefe des Stollens auf.
Jünger, Ernst: In Stahlgewittern, Stuttgart: Klett-Cotta 1994 [1920], S. 36
Sobald sie sich von ihren Kasernen entfernt haben, werden sie unter Beschuß genommen.
Enzensberger, Hans Magnus: Der kurze Sommer der Anarchie, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972, S. 105
Zitationshilfe
„Beschuss“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Beschuss>, abgerufen am 24.10.2019.

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