Beschäftigungsstand, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Beschäftigungsstand(e)s · Nominativ Plural: Beschäftigungsstände · wird selten im Plural verwendet
Aussprache
WorttrennungBe-schäf-ti-gungs-stand
WortzerlegungBeschäftigungStand1
ZDL-Vollartikel, 2019

Bedeutungen

1.
Verhältnis des erwerbstätigen zum nicht erwerbstätigen Anteil der Gesamtbevölkerung oder einer Bevölkerungsgruppe
Beispiele:
Zwar habe der deutsche Arbeitsmarktaufschwung den Beschäftigungsstand zuletzt in beeindruckender Weise erhöht, dabei aber längst nicht nur »produktive und hochwertige Beschäftigungsverhältnisse« generiert. [Die Zeit, 11.03.2015, Nr. 10]
Die EU strebt bis zum Jahr 2010 an, den Beschäftigungsstand bei den 55- bis 64-Jährigen auf 50 Prozent anzuheben. [Der Tagesspiegel, 11.03.2004]
Den höchsten Beschäftigungsstand aller EU-Länder ermittelte Eurostat für Luxemburg, wo nur 2,6 Prozent der Erwerbsbevölkerung ohne Job waren. [Der Tagesspiegel, 08.01.2003]
Um den Beschäftigungsstand auch nur zu halten, müssen die Märkte enorm expandieren. [Beck, Ulrich: Was ist Globalisierung?, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997, S. 107. Zitiert nach: Beck, Ulrich: Was ist Globalisierung?, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997.]
Letztlich ist ein hohes Maß sozialer Sicherheit im Alter bei erträglichen Beitragsniveaus ohne hohe Beschäftigungsstände nicht erreichbar. [Frankfurter Rundschau, 06.03.1997] ungewöhnl. Pl.
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein hoher, niedriger Beschäftigungsstand
als Akkusativobjekt: den Beschäftigungsstand halten, anheben; einen [hohen] Beschäftigungsstand erzielen, aufrechterhalten
2.
Anzahl von, Bedarf an Beschäftigten in einem Unternehmen, einer Branche
Beispiele:
Die Betriebe erwarten laut der Umfrage einen höheren Beschäftigungsstand in den nächsten drei Monaten und gehen daher derzeit auf Mitarbeitersuche[…]. [Der Standard, 25.04.2016]
In Baden-Württemberg hat die Maschinenbaubranche ihren höchsten Beschäftigungsstand seit 1994 erreicht, berichtete H[…]. [Berliner Zeitung, 27.12.2000]
Die Hamburger Werft Blohm & Voß, auf der im Kriege rund 13000 Mann arbeiteten, hat heute einen Beschäftigungsstand von 200 Arbeitern. [o. A.: 1946. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000, S. 13991. Zitiert nach: o. A.: Chronik deutscher Zeitgeschichte Bd. 3,1, Düsseldorf: Droste 1986.]
Nach zuverlässigen Schätzungen betrug der Beschäftigungsstand bei der SAG Wismut im Herbst 1951 etwa 225000. [Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch – U. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000, S. 6605. Zitiert nach: Zimmermann, Hartmut (Hg.), DDR-Handbuch, Köln: Verlag Wissenschaft u. Politik 1985.]
Alte Unternehmen, insbesondere wenn sie wegen Rationalisierung und Strukturwandel frühere Beschäftigungsstände nicht halten können, entlassen vorzugsweise Ältere, stellen wenig Jüngere ein, und landen bei »komprimierten« Altersstrukturen. [Süddeutsche Zeitung, 17.09.2002] ungewöhnl. Pl.
Kollokationen:
als Akkusativobjekt: einen [höheren] Beschäftigungsstand erwarten, erreichen
hat Präpositionalgruppe/-objekt: ein Beschäftigungsstand von [xy Arbeitern, Angestellten, Prozent]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Erhöhung Gleichgewicht Preisniveau Preisstabilität Sicherung Stabilität Wachstum Wirtschaftswachstum anstreben derzeitig hoch sichern stabil

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Beschäftigungsstand‹.

Zitationshilfe
„Beschäftigungsstand“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Beschäftigungsstand>, abgerufen am 16.10.2019.

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