Bereinigung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bereinigung · Nominativ Plural: Bereinigungen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungBe-rei-ni-gung (computergeneriert)
Wortzerlegungbereinigen-ung
Wortbildung mit ›Bereinigung‹ als Letztglied: ↗Flurbereinigung · ↗Marktbereinigung · ↗Strukturbereinigung
eWDG, 1967

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von bereinigen
entsprechend der Bedeutung von bereinigen (1)
Beispiel:
die Bereinigung eines Konflikts
entsprechend der Bedeutung von bereinigen (2)
Beispiele:
die Bereinigung des Textes
Landwirtschaftdie Bereinigung der Kartoffelbestände muss rechtzeitig erfolgen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

rein · Reinheit · reinigen · Reinigung · bereinigen · Bereinigung · verunreinigen · Verunreinigung · reinlich · Reinlichkeit
rein Adj. ‘ohne fremdartige Bestandteile, unvermischt, unverfälscht, frei von Schmutz, sauber, frisch gewaschen, unberührt, keusch, vollkommen, fehlerlos’, ahd. (h)reini (8. Jh.), mhd. rein(e), asächs. hrēni, mnd. rein, mnl. reine, rēne, nl. rein, afries. (h)rēne, anord. hreinn, schwed. ren, got. hrains. Mit dem Suffix ie. -ni- gebildetes germ. *hraini- ist verwandt mit ahd. (h)rītara (um 800), mhd. rīter, nhd. (obd.) Reiter ‘Sieb’, aengl. hridder, hriddel, engl. riddle ‘Sieb’ und außergerm. mit griech. krī́nein (κρίνειν) ‘scheiden, trennen, unterscheiden, sichten, urteilen, entscheiden’, lat. cernere (aus *crin-) ‘sichten, scheiden, sondern, unterscheiden, entscheiden’, crībrum ‘Sieb, Durchschlag’, air. criathar (aus *krē̌itro-) ‘Sieb’. Auszugehen ist von ie. *(s)kerī̌-, *(s)krē̌i-, *(s)krī̌- ‘schneiden, scheiden’, einer Form der unter ↗scheren (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *(s)ker(ə)- ‘schneiden’. Im heutigen Sprachgebrauch bedeutet rein vor allem ‘nicht schmutzig, sauber’ und ‘unverfälscht’; in Teilen der Schweiz und Rheinfrankens noch erhalten im Sinne von ‘fein gemahlen, gesiebt’ (von Mehl, Zucker, Sand u. dgl.). Reinheit f. ‘Sauberkeit, Klarheit, Lauterkeit, Unschuld’ (17. Jh.), anfangs konkurrierend mit Reinlichkeit (s. unten) und (dem zu Anfang des 19. Jhs. untergegangenen) Reinigkeit, mhd. reinecheit, reinekeit, reinikeit, ahd. in un(h)reinigheit ‘Unreinheit’ (11. Jh.). reinigen Vb. ‘säubern’, mhd. reinegen, rein(i)gen, abgeleitet von mhd. reinec, reinic ‘rein’; vgl. ahd. (h)reinen (8. Jh.), (h)reinōn (9. Jh.), mhd. reinen, asächs. hrēnian, hrēnon, got. hrainjan. Dazu Reinigung f. mhd. reinegunge, reinigunge. bereinigen Vb. ‘ins reine, in Ordnung bringen, beilegen, klären’ und Bereinigung f. (beide 15. Jh.). verunreinigen Vb. ‘beschmutzen, schmutzig machen’ (15. Jh.); vgl. mhd. verunreinen; Verunreinigung f. (15. Jh.). reinlich Adj. ‘sauber, ordentlich’, mhd. reinlich; Reinlichkeit f. ‘Sauberkeit, Genauigkeit, Sorgfalt’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bereinigung · ↗Berichtigung · Fehlerbehebung · ↗Fehlerkorrektur · ↗Richtigstellung  ●  ↗Rektifikation  juristisch
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Altlast Arbeitslosenstatistik Bankbilanz Bankenlandschaft Besitzverhältnis Beteiligungsbereich Beteiligungskreis Beteiligungsportefeuille Beteiligungsportfolio Filialnetz Händlernetz Konzernportfolio Konzernstruktur Kreditbuch Kreditportfolio Messewesen Portefeuille Portfolio Problemkredit Produktpalette Produktportfolio Produktprogramm SED-Unrecht Sondereffekt Steuerrecht Steuerschuld Umwandlungsrecht bilanziell strukturell Überkapazität

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bereinigung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach dieser Bereinigung sei dann jedoch die Bewegung nach unten abgeschlossen.
Die Welt, 10.07.1999
Als Reform kommt deshalb wohl nur eine Bereinigung des alten Systems in Frage.
Süddeutsche Zeitung, 02.03.1996
Ohne eine solche Bereinigung dieses Problems würde das Besatzungsrecht seine wünschenswerte psychologische Wirkung zu einem wesentlichen Teile verfehlen.
Grewe, Wilhelm: Ein Besatzungsstatut für Deutschland, Stuttgart: Koehler 1948, S. 204
Die Norm transformiert sich in Mitwirkungspflichten bei der Bereinigung der Situation.
Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 441
In Moskau läßt er gleichzeitig ausrichten, er sei zur Bereinigung aller offenen Fragen bereit.
o. A.: 1939. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1983], S. 4709
Zitationshilfe
„Bereinigung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Bereinigung>, abgerufen am 13.11.2019.

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