Beigeschmack, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Beigeschmack(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungBei-ge-schmack
Wortzerlegungbei-Geschmack
eWDG, 1967

Bedeutung

störender Nebengeschmack
Beispiele:
Lebensmittel können durch unsachgemäße Lagerung einen Beigeschmack annehmen, bekommen
einen bitteren, erdigen, eigentümlichen, schlechten, seifigen Beigeschmack haben
ein Beigeschmack von Petroleum
das Wasser ist ohne Beigeschmack
übertragen
Beispiele:
das Lob hat einen Beigeschmack von Ironie
die Lektüre des Buches hatte bei ihm einen faden Beigeschmack hinterlassen
die alten Fachbezeichnungen [der Schauspieler] haben heute einen komischen Beigeschmack [WintersteinLeben1,105]
dialektische Wörter können ihren üblen Beigeschmack verlieren [KronasserSemasiologie157]

Thesaurus

Synonymgruppe
Anrüchigkeit · ↗Ruch (von)  ●  (...) Beigeschmack  auch figurativ · ↗Gschmäckle  schwäbisch · ↗Hautgout  geh., franz., fig. · riechen nach  ugs., auch figurativ
Assoziationen
Synonymgruppe
Anflug (von) · ↗Anstrich · Beigeschmack · ↗Geruch · ↗Touch · ↗Unterton · ↗Zwischenton (häufig: Zwischentöne) · etwas von (haben)
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Vetternwirtschaft abwertend anhaften anrüchig behaften bitter eigenartig fad fahl fatal herb hinterlassen makaber merkwürdig metallisch muffig negativ pejorativ penetrant pikant provinziell ranzig schal seltsam säuerlich unangenehm ungut unschön zynisch übel

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Beigeschmack‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für Jung von Matt hat der Satz seit sechs Tagen einen herben Beigeschmack.
Die Welt, 21.08.2000
Und doch hatte das erfreuliche Ergebnis auch einen schalen Beigeschmack.
Der Tagesspiegel, 21.04.1996
Der Name hat jedoch einen negativen Beigeschmack, da durch ihn die Anhänger der Lehre als Extremisten abgestempelt werden sollten.
Heine, Peter: Wahhabiten. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 9285
Da die Investitur zugleich das Amt übertrug, hatten diesbezügliche Zahlungen zumindest einen simonistischen Beigeschmack.
o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 4372
Im Adjektiv bourgeois hatte es schon etwas den Beigeschmack von spießbürgerlich.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 10534
Zitationshilfe
„Beigeschmack“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Beigeschmack>, abgerufen am 16.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Beigericht
Beigeordnete
beigen
beigehen
beigefarben
beigesellen
Beignet
beihalten
Beihälterin
Beiheft