Beharrlichkeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Beharrlichkeit · Nominativ Plural: Beharrlichkeiten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungBe-harr-lich-keit (computergeneriert)
Wortzerlegungbeharrlich-keit
eWDG, 1967

Bedeutung

Standhaftigkeit, Ausdauer
Beispiele:
Beharrlichkeit führt zum Ziel
mit Beharrlichkeit auf etw. bestehen
mit großer, zäher, fester, eiserner Beharrlichkeit etw. verschweigen, an etw. festhalten
etw. mit unerschütterlicher, unverbrüchlicher Beharrlichkeit behaupten
durch Kraft und Beharrlichkeit etw. erreichen
der Bräutigam erlangte mit männlicher Beharrlichkeit die Ermächtigung zum Ankaufe einer Villa [Th. MannBuddenbrooks1,164]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

harren · ausharren · beharren · beharrlich · Beharrlichkeit · Beharrungsvermögen · verharren
harren Vb. ‘sehnsüchtig, geduldig warten’. Die Herkunft des erst im Mhd. auftretenden Verbs (mhd. harren) ist nicht geklärt. Größere Verbreitung erfährt es in frühnhd. Zeit vom omd. Raum aus, besonders durch Luther. Heute vornehmlich in Präfixbildungen: ausharren Vb. ‘aushalten, geduldig warten’ (15. Jh.). beharren Vb. ‘zäh festhalten, standhaft sein, nicht nachgeben’, mhd. beharren; beharrlich Adj. ‘zäh, standhaft, hartnäckig’ (15. Jh.); Beharrlichkeit f. (17. Jh.; um 1500 Beharrlicheit); Beharrungsvermögen n. ‘Fähigkeit, fest an einer Stelle, einem Fleck zu bleiben’ (Ende 18. Jh.), in der Physik ‘Trägheit’ (Mitte 19. Jh.). verharren Vb. ‘zäh festhalten, aushalten’, spätmhd. verharren.

Thesaurus

Synonymgruppe
Beharrlichkeit · ↗Bockigkeit · ↗Hartnäckigkeit · ↗Rechthaberei · ↗Starrköpfigkeit · ↗Starrsinn · ↗Sturheit · ↗Verbissenheit  ●  ↗Dickköpfigkeit  ugs. · Dickschädeligkeit  ugs. · ↗Halsstarrigkeit  ugs.
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Ausdauer · Beharrlichkeit · ↗Geduld
Assoziationen
Synonymgruppe
Beharrlichkeit · ↗Standhaftigkeit · Unentwegtheit
Synonymgruppe
Ausdauer · Beharrlichkeit · ↗Durchhaltevermögen · ↗Hartnäckigkeit · ↗Zähigkeit  ●  langer Atem  fig. · dicke Bretter bohren können  ugs., fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausdauer Durchsetzungskraft Durchsetzungsvermögen Einfallsreichtum Festigkeit Fleiß Geduld Geschick Kampfgeist Mut Standhaftigkeit Stehvermögen Stetigkeit Sturheit Tatkraft Vergessen Verhandlungsgeschick Weitsicht Zielstrebigkeit Zähigkeit auszahlen bohrend ermüdend grenzend obsessiv stoisch stur unbeirrbar zäh Überzeugungskraft

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Beharrlichkeit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Herz hat mitentschieden damals, und nun ist Beharrlichkeit gefragt.
Süddeutsche Zeitung, 08.12.2004
Seine Ideen sind klar, und er vertritt sie mit Beharrlichkeit.
Die Zeit, 10.04.1964, Nr. 15
Daraus erklärt sich zugleich die Beharrlichkeit seiner Äußerungen durch nahezu drei Jahrzehnte seines Lebens hindurch.
Blankenburg, Walter: Calvin. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1952], S. 16004
Heute wundere ich mich über meine Unverschämtheit, meine Beharrlichkeit ihm gegenüber.
Rasp, Renate: Ein ungeratener Sohn, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1967, S. 7
Geschmeidig und gewandt, aber von eiserner Beharrlichkeit, war Fleury fest entschlossen, die jansenistische Opposition zu schwächen.
o. A.: Die Kirche im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1970], S. 5130
Zitationshilfe
„Beharrlichkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Beharrlichkeit>, abgerufen am 26.04.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
beharrlich
beharren
beharken
behängen
Behang
beharrsam
Beharrung
Beharrungsgesetz
Beharrungskraft
Beharrungstendenz