Behaglichkeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Behaglichkeit · Nominativ Plural: Behaglichkeiten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungBe-hag-lich-keit (computergeneriert)
Wortzerlegungbehaglich-keit
eWDG, 1967

Bedeutung

Behagen, inneres Wohlbefinden
Beispiele:
etw. mit Behaglichkeit genießen
voller Behaglichkeit ein Glas Wein trinken
sein Gesicht drückte Behaglichkeit aus
etw. stört die Behaglichkeit
das kalte Zimmer ließ keine Behaglichkeit aufkommen
eine stille, friedliche Behaglichkeit
Kleiner Leute Sohn, aus bürgerlicher Behaglichkeit ungefährdet entwachsen [St. ZweigAmok317]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

behagen · Behagen · Wohlbehagen · behaglich · Behaglichkeit · Behäglichkeit
behagen Vb. ‘zusagen, gefallen, angenehm sein’ (meist in der 3. Person), älter auch sich behagen ‘sich wohl fühlen’. Mhd. (be)hagen, asächs. bihagon ‘gefallen, behagen’, mnd. behāgen, mnl. behāghen, nl. behagen, aengl. gehagian, onhagian ‘gefallen, angemessen sein’, anord. haga ‘einrichten, anordnen’, hagar ‘es paßt, ziemt sich’ gehören wohl zu einem starken Verb germ. *hagan ‘schützen, hegen’, wenn dies aus dem Part. Prät. ahd. gihagan ‘gepflegt, genährt’, mhd. behagen ‘frisch, freudig’ erschlossen werden kann. Die weitere Verwandtschaft ist nicht gesichert. Dazu das Verbalsubstantiv Behagen n. ‘geruhsame Zufriedenheit, inneres Wohlbefinden’ (17. Jh.); doch vgl. älteres Wohlbehagen n. ‘Gefallen, Gutdünken’ (15. Jh.), danach, das Simplex verstärkend, ‘Wohlgefallen, Wohlbefinden’ (17. Jh.). behaglich Adj. ‘Wohlbehagen erweckend, empfindend, gemütlich’, älter (mit Umlaut) behäglich (beide Formen bei Goethe), mhd. behagelich, meist behegelich ‘was behagt, wohlgefällig’, mnd. behēgelīk, nl. behaaglijk; Behaglichkeit, Behäglichkeit f. mhd. behegelicheit ‘Wohlgefallen’, mnd. behēgelichēt, nl. behaaglijkheid.

Thesaurus

Synonymgruppe
Behaglichkeit · ↗Gemütlichkeit · ↗Wärme
Oberbegriffe
Assoziationen
  • angenehm warm · ↗kuschelig (warm) · ↗mollig · mollig warm · ↗wohlig · wohlig warm  ●  lecker warm  ugs., rheinisch · muckelig  ugs., regional
Synonymgruppe
Anmut · ↗Annehmlichkeit · Behaglichkeit
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Behaglichkeit · ↗Wohlsein

Typische Verbindungen
computergeneriert

Atmosphäre Bedürfnis Bequemlichkeit Eleganz Geborgenheit Gefühl Gemütlichkeit Kamin Komfort Luxus Ruhe Sehnsucht Stille Wohnzimmer Wärme ausstrahlen bürgerlich gediegen gewiss großbürgerlich häuslich sorgen spießig stören thermisch verbreiten vermitteln verströmen warm wohlig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Behaglichkeit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wäre im dritten Satz nicht endlich mal Zeit für ein bisschen Behaglichkeit?
Der Tagesspiegel, 29.10.2001
Wenn wirklich nicht mehr geschehen muß, um die Welt zu retten, breitet sich eine leichte Behaglichkeit aus.
konkret, 1997
Auch schienen sie nichts von Behaglichkeit und schönerem Wohnen zu halten.
Engler, Wolfgang: Die Ostdeutschen, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1999], S. 202
Diese Daten beschwören das idyllische Bild einer Zeit altväterlicher Ruhe, Behaglichkeit und Sicherheit.
Schelsky, Helmut: Die skeptische Generation, Düsseldorf: Diederichs 1957, S. 26
Behaglichkeit sei oberstes Gesetz für diese freundliche Stätte der Entspannung.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 32
Zitationshilfe
„Behaglichkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Behaglichkeit>, abgerufen am 19.04.2019.

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